Peter Öttl: Budget ist gesichert, es kann losgehen

Von Günther Wiesinger
Moto3
Im neuen Moto3-WM-Team von Peter Öttl laufen die Saisonvorbereitungen auf Hochtouren. Ab 11. Februar wird Philipp Öttl in Valencia testen.

Das Schedl GP Racing Team wurde nach der Saison 2015 von Peter Öttl übernommen, der schon im Vorjahr den Grossteil des Sponsorbudgets beisteuerte und jetzt ganz die Verantwortung über diesen Moto3-WM-Rennstall übernommen hat.

Heute und morgen bauen Crew-Chief Stefan Kirsch und Mechaniker Alex Linortner in der KTM-Rennabteilung in Munderfing die neue Werksmaschine für den WM-Fünfzehnten Philipp Öttl zusammen.

Inzwischen grübelt Teambesitzer Peter Öttl, er ist selbst fünffacher GP-Sieger) noch über das endgültige Design und über die Platzierung der Sponsoraufkleber.

Die ersten privaten Tests sind für 11./12. Februar in Valencia und 14./15. Februar in Jerez vorgesehen, danach folgen die offiziellen IRTA-Tests in Valencia und Jerez.

SPEEDWEEK.com hat sich vor den ersten Tests mit Teamchef Peter Öttl unterhalten.

Peter, wie schwierig fällt dir jetzt die Planung der privaten Tests? Man darf 2016 in den zwei kleinen Klassen neben den IRTA-Tests nur zehn prvate Testtage absolvieren?

Nein, das ist nicht schwierig. Wir haben im November keine Tests gemacht und brauchen jetzt vier Tage vor der Saison auf. Dann sind während der Saison noch drei Montag-Tests nach den Grand Prix, also in Mugello, Spielberg und Aragón.
Was wir noch im Hinterkopf haben, das ist ein privater Test auf dem Red Bull Ring. Wir werden also mit den zehn Testtagen leicht auskommen.

Im Dezember hast du noch auf Sponsorgeld gehofft, es gab damals eine Lücke im Budget. Ist die Saison finanziell jetzt gesichert?

Ja, im Prinzip haben alle Sponsoren weitergemacht. Generell bin ich mit dieser Situation recht zufrieden. Die Firma Baratti Vacuum hat jetzt am Samstag wieder zugesagt. Eine Werbefläche ist noch frei. Da bin ich mit drei Firmen im Verhandeln. Ich gehe davon aus, dass wir da in den nächstem drei Wochen eine Einigung erzielen.

Wie wird das äusserliche Design der KTM aussehen?

Das endgültige Design steht noch nicht fest. Das Design ist aber sehr ähnlich wie im letzten Jahre. Denn wenn ich da recht rumspiele, bringe ich die Anzahl der Sponsoren nicht unter. Wir haben jetzt einmal die Grundfarben festgelegt. Silber, weiss und schwarz sind total brave Farben, aber nicht besonders auffällig. Da kommt etwas Neues dazu. Wir müssen etwas Farbe reinbringen.

Du hast zwei neue Techniker im Team, die dann erst bei den Tests zum Team stossen?

Timo Dinkel ist neu als Mechaniker dabei. Aber er war zu unserer IDM-Zeit im KTM-Superbike-Team tätig. Er ist bereits in die Arbeit integriert. Fürs Data Recording ist bei uns jetzt der Spanier Unai Ocana zuständ9g. Er wird definitiv erst bei den Tests zu uns treffen. Aber er wird bei allen Tests dabei sein, und hat genug Zeit, um sich bei uns einzuarbeiten. Er war letztes Jahr in der Monlau School du hat dort seinen Abschluss gemacht. Er hat vier Jahre in Amerika gearbeitet, vor allem n der Windkraft- und Karbon-Industrie. Er hat dann seine Leidenschaft für den Motorsport entdeckt und 2015 im Monlau-Team Einsätze bei den Rennen in Spanien gehabt. Er ist mir dann empfohlen worden. Vermittelt hat das Reiner Diebold von 2D, weil er viel mit Monlau zusammenarbeitet. De Monlau School hatte grosses Interesse, ihn in der WM zu etablieren.

Bisher warst du selbst im Team für das Data-Recording zuständig. Jetzt bist du Teambesitzer und musst sich um alles kümmern. Wie geht es dir punkto Arbeitsbelastung?

Naja, wenn ich sieben Tage in der Woche arbeite, dann habe ich es m Griff. Seit dem Valencia-GP geht es ziemlich rund. Es ist durchgehend etwas los. Das ist halt jetzt mal so. Aber vielleicht muss ich im zweiten Jahr dann nur noch fünf Tage in der Woche arbeiten.

Was sind die Ziele für die ersten Tests?

Beim Philipp geht es darum, dass er alles stabilisieren, in Erinnerung ruft und einstudiert, was er sich letztes Jahr erarbeitet hat. Damit er das wieder drinnen hat. und dann geht es darum. dass er das, was er vorhat neu zu machen, einstudiert. Dazu muss er das Motorradl kennenlernen.

Bei der KTM wird es keine gravierenden Änderungen geben? Es gab ja Mitte September in Misano ein Chassis-Update. das sich gut bewährt hat.

KTM hat im Detail sehr viel gearbeitet. Es ist sehr viel Neues am Motorrad. Aber das Motorrad wird sich nicht grundsätzlich anders fahren. Der Fahrer wird in eine relativ gewohnte Basis steigen.

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