Liam Everts: Grössere Fussstapfen gibt es nicht

Von Adam Wheeler
Motocross
Nach den Weltmeistern Harry und Stefan Everts steht nun mit Liam die dritte Generation der Motocross-Familie bereit. Der KTM-MX2-Teammanager über seine neue Rolle.

Beim Showevent Monster Energy Cup in Las Vegas kam es im Rahmenprogramm zum Auftritt der KTM Junior Supercross Challenge. Im wuseligen Zelt der Nachwuchsserie war eine Person deutlich populärer als die restlichen Anwesenden. Zwischen vielen Autogramm- und Fotowünschen überwachte der zehnfache Motocross-Weltmeister Stefan Everts seinen neunjährigen Sohn Liam bei dessen zweiter Teilnahme an der beliebten Serie, in der zehn bis 15 Kinder mit KTM 50 SX auf den Supercrossstrecken in den USA fahren.

Ein einwandfreier Start beim Drei-Runden-Sprint im Sam-Boyd-Stadion ermöglichte es Liam Everts, hart um seinen dritten Rang zu kämpfen, was erfolgreich gelang, der Belgier schaffte seinen ersten Podestplatz. Für Stefan bedeutet es wohl den Beginn eines Prozesses, den schon sein eigener Vater Harry durchgemacht hat, als er in dessen Fussstapfen stieg. Liam hat wohl die besten Voraussetzungen und Zugang zu einem formidablen Notizbuchen mit Kontakten in die MX-Szene, aber wenn er wirklich eine Motocross-Karriere anstrebt, muss er auch die Bürde des Namens «Everts» tragen.

Bei Stefan brachten die ersten Schritte von Liams Zuneigung für den Rennsport einige neue Emotionen hervor, aber nicht wirklich viel Sorgen. «Ich habe viel Vertrauen in ihn», erklärte er. «Er fährt schon seit ein paar Jahren Motorrad und wir sind in der glücklichen Lage, dass wir im Winter in Deutschland ein bisschen Supercross trainieren können. Wir haben vor Las Vegas mit der 50er geübt, denn er fährt sonst bereits 65 ccm wie die meisten in diesem Feld. Ich habe Vertrauen, dass er weiss, was er tut. Ein bisschen Stress gibt es (Anm.: In der Rolle als Vater), aber nicht wirklich viel!»

Everts: «Der dritte Rang gehörte ihm, auch wenn er am Ende etwas unter Druck kam. Aber wir waren wirklich glücklich damit», versicherte der 40-Jährige.

Die lebende Motocross-Legende wird auch 2014 seine Rolle als Red-Bull-KTM-MX2-Teammanager ausüben. In dieser Funktion will er mithelfen, dass Jeffrey Herlings (flankiert von Jordi Tixier) auf der 250 SX-F ein zweites Mal seinen Titel verteidigen kann. «Wir haben zwar den offiziellen Test in Italien, für den in Österreich einiges Material bereitgestellt wurde. Aber ansonsten ist es eine eher ruhige Zeit. Es ist schön, auch mal eine Weile zu Hause zu sein», stellte Everts fest.

Wir haben Stefan auch zum WM-Kalender für 2014 befragt. «Ich habe es noch nie wirklich gemocht, die Saison in Übersee zu beenden», meinte der Belgier mit Blick auf die Doppelrunde in Brasilien und Mexiko zum Abschluss des Jahres. «Wir haben mal vor ein paar Jahren ein Finale in Brasilien gehabt. Es ist nie schön, so weit weg von daheim eine Meisterschaft zu feiern. Wir müssen nun abwarten, wie es in Mexiko sein wird. Aus meiner Sicht war das erste Mal dort ein Flop. Ich denke, sich von einem Flop zu einem guten Event zu steigern, ist ein sehr grosser Schritt. Es wird sicher einige Überraschungen geben.» 2012 konnte der erste Mexiko-GP nach Trainingsboykotts nur mit Ach und Krach durchgeführt werden, 2013 wurde das Rennen ganz abgesagt. 2014 gibt es allerdings einen neuen Promoter für den GP in Mittelamerika.

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