Travis Pastrana: 32 Operationen, unzählige Brüche

Von Ivo Schützbach
Motocross
Am morgigen Samstag gastiert der Nitro Circus in der Olympiahalle in München. Rennfahrer-Legende Travis Pastrana gewährte uns einen Blick hinter die Kulissen. Teil 2 des großen Interviews.

Travis Pastrana gehört zu den Multitalenten im Motorsport, der 32-Jährige aus Annapolis in Maryland/USA kann beinahe alles bewegen, was Räder hat. Er machte im Motocross, Freestyle, NASCAR und Rallye von sich Reden, im Nitro Circus ist er fester Bestandteil. Bei dieser Freestyle-Tour werden Kunststücke mit Fahrzeugen aller Art aufgeführt, am morgigen Samstag gastiert die Europa-Tournee in München. Stationen in unseren Gefilden: 30. Januar München, 31. Januar Prag, 9. Februar Zürich, 16. Februar Hamburg, 17. Februar Köln und 20. Februar Arnhem/NL.

SPEEDWEEK.com führte mit Travis Pastrana ein ausführliches Interview, viel Spaß mit Teil 2.

Was war der Grund dafür, dass du aufgehört hast Motocross-Rennen zu fahren?

Verletzungen, ich wollte immer Rennen fahren. Ich habe nicht viel gewonnen, weil ich in kaum einer Meisterschaft alle Rennen fuhr.

Wie viele Knochen hast du dir in deiner Karriere gebrochen?

Keine Ahnung. Ich weiß aber, dass ich 32 Operationen hatte, und dass ich 32 Jahre alt bin. Cool wäre es, wenn ich diesen Schnitt etwas drücken könnte.

Kannst du verstehen, dass die US-Stars kein Interesse an der Motocross-Weltmeisterschaft haben?

In den 1980er- und 90er-Jahren fuhren die Besten in der Weltmeisterschaft, die Jungs aus den USA und Australien eingeschlossen. Dann hat sich die Weltmeisterschaft aber entwickelt, für Amerikaner ist es heute sehr schwer WM zu fahren. Gleichzeitig ist es für Europäer schwer, in den USA Fuß zu fassen.

Es war super, letztes Jahr Villopoto in der WM zu sehen. Und zu sehen, wie stark die WM-Piloten auf ihren Strecken sind. Ryan sorgte dafür, dass die US-Medien die Weltmeisterschaft verfolgten.

Hast du von ihm mehr erwartet, als er gezeigt hat?

Ohne Zweifel. Ich will nichts entschuldigen, aber er hatte mit dem Team und dem Motorrad große Probleme. Er hat hart trainiert und erwartet, dass er sich besser schlagen würde. Jeder in den USA erwartete mehr von ihm.

Ist es notwendig, dass ein Motocross-Freestyler mit dem BMX beginnt?

Es ist nicht zwingend notwendig, aber sehr hilfreich, wenn man Tricks zuerst mit dem Fahrrad lernt. Das macht es viel einfacher, sie sind viel leichter und besser zu handhaben. Ich begann mit dem BMX, Mountainbike, Dirt-Bike, so läuft es. Zum Beispiele den Backflip musst du erst mit dem Fahrrad können, anders kannst du ihn nicht lernen. Wenn wir von etwas wie dem Triple-Backflip reden, verhält es sich anders, weil die Rampen so groß sind und der Trick so schwierig ist.

Es ist unmöglich für einen Motocross-Fahrer auf die Rampe zu fahren und einen Backflip zu probieren?

Ich sage nicht, dass es unmöglich ist, er wird aber 100 oder 200 Mal stürzen. Dirt-Bikes sind schwer, sie tun weh. Diese vielen Stürze vorher mit dem BMX zu haben ist sinnvoller.

2014 bist du das Red-Bull-Straight-Rhythm mit einem 500er-Zweitakter gefahren. Du magst diese Motorräder nach wie vor?

Über diesen Wettbewerb haben wir jahrelang geredet, ich hielt ihn für die beste Idee aller Zeiten. Seit 2004 bin ich kein Motocross-Rennen gefahren, ich wollte aber unbedingt dabei sein. Jeder sagte mir, dass ich einen Viertakter fahren muss, ich liebe aber meine Zweitakter. Ich hatte das Motorrad mit der meisten Leistung (lacht).

Alle Informationen zum Nitro Circus finden Sie unter nitrocircus.

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