Alberto Puig über Le Mans: «Schmerzen – ein Desaster»

Von Otto Zuber
MotoGP
 Alberto Puig

Alberto Puig

Der MotoGP-Zirkus schlägt seine Zelte dieses Wochenende in Le Mans auf. Das weckt beim ehemaligen GP-Piloten Alberto Puig vor allem eine Erinnerung: Er musste im Frankreich-GP von 1995 einen harten Crash einstecken.

Mit dem Rundkurs in Le Mans, auf dem sich die MotoGP-Stars diesen Sonntag messen werden, verbindet der frühere GP-Pilot Alberto Puig eine ganz besondere Erinnerung: 1995 produzierte der damalige Honda-Pilot in den letzten Qualifying-Minuten einen harten Crash. Der spätere 500-ccm-Sieger flog in der schnellen Rechtskurve in der Bergauf-Passage nach dem Start mit rund 260 km/h in die Streckenbegrenzung – und zog sich dabei ernsthafte Verletzungen zu.

Im Gespräch mit den Kollegen von «MotoGP.com» erinnert sich der heute 50-Jährige: «Schmerzen – ein Desaster! Das ist die erste Erinnerung, die ich mit Le Mans verbinde. Meinen ersten GP in Le Mans bestritt ich 1987, und auch diesen hatte ich mit einem Sturz beendet. Allerdings war ich davor sehr schnell unterwegs gewesen. Ich stieg zwar in der letzten Runde ab, aber bis zum Sturz gehörte ich zur Leader-Gruppe und konnte das Rennen richtig geniessen. Der Unfall von 1995 war sehr viel ernster und danach war es sehr schwierig für mich.»

Puig gesteht aber auch: «Es war sicherlich nicht einfach, aber man muss andererseits auch sagen, dass ich Glück hatte. Denn ich flog mit Tempo 260 in die Streckenbegrenzung. Und jetzt bin ich hier und es geht mir gut. So gesehen war ich letztlich ein Glückspilz. Doch nach dem Sturz musste ich fast vier Monate im Krankenhaus von Barcelona ausharren.»

Der Gesamtfünfte der 500-ccm-WM 1994 gesteht: «Im darauffolgenden Jahr habe ich dann versucht, meine Rennfahrer-Karriere fortzusetzen, auch wenn mein Niveau offensichtlich nicht mehr das gleiche war.»

Und Puig erzählt stolz: «Vor dem Frankreich-GP, der diesmal auf dem Circuit Paul Ricard ausgetragen wurde, machte ich mir besonders grosse Hoffnungen. Denn der Kurs umfasst bloss ein, zwei Linkskurven. Das kam mir mit meinem lädierten Bein entgegen. Es war zwar immer noch schwierig, aber ich schaffte es trotzdem, aufs Podest zu fahren. Darüber freute ich mich unglaublich. Ich dachte deshalb aber nicht, dass ich wieder ganz der Alte war, sondern einfach nur, dass ich die Chance, die sich mir bot, auch ergriffen hatte. Das machte mich sehr glücklich.»

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