Valencia, 13 Uhr: Márquez vorne, Miller 4. auf Ducati

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Horrorcrash von Valentino Rossi, Marc Márquez überlegen und ein schneller Ducati-Neuling: Die Bilanz am ersten MotoGP-Testtag in Valencia um 13 Uhr.

Álvaro Bautista war mit der Aspar-Ducati am Dienstagmorgen der erste Mann auf der Strecke, doch er kehrte bereits nach einer Runde an die Box zurück. In Valencia testen die MotoGP-Fahrer am Dienstag und Mittwoch von 10 bis 17 Uhr für die Saison 2018.

Jack Miller rückte gegen 10:15 Uhr bei noch kühlen sieben Grad erstmals mit seinem neuen Arbeitsgerät, der Pramac-Ducati, aus. Nach vier Runden lag seine Zeit bei 1:34,261 min. Moto2-Weltmeister Franco Morbidelli folgte Miller auf der Honda des Marc VDS-Teams auf die Strecke. In Kurve 12 musste der Rookie gleich durch den Kies.

Unter den MotoGP-Neulingen fehlt in Valencia der verletzte Tom Lüthi. Ihn vertritt auf der Honda des Marc VDS-Teams der 27-jährige HRC-Testfahrer Takumi Takahashi, der 2017 auch als Ersatzfahrer im Team Red Bull Honda in der Superbike-WM zum Einsatz kam. Er wird mit Lüthis neuer Crew um Gilles Bigot arbeiten, während sich Lüthi in der Box mit den Daten seiner Maschine vertraut macht.

Um 11:01 Uhr rückte mit Jorge Lorenzo der erste MotoGP-Werksfahrer aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits Miller, Redding, Morbidelli und LCR-Neuling Nakagami auf der Strecke. KTM-Pilot Pol Espargaró setzte sich mit 1:32,651 min an die Spitze vor Miller +0,522 sec, Redding +1,833 sec und Lorenzo +2,303 sec.

15 Minuten später schoss Weltmeister Marc Márquez mit 1:32,235 sec an die Spitze. Der Repsol-Honda-Pilot war damit 0,416 sec schneller als Pol Espargaró.

Johann Zarco rückte zunächst mit der 2016er-Yamaha aus, doch auch die 2017er-Maschine steht in der Tech3-Box, während Rossi und Viñales drei unterschiedliche Bikes in ihrer Box haben: das 2016er-Bike, die Maschine, die sie bis zum Sepang-GP einsetzten, und ein Motorrad mit einem neuen Motor.

Um 11:57 dann der Schock: Altmeister Valentino Rossi stürzte in Kurve 10 schwer. Seine Yamaha M1 war völlig zerstört, doch der Italiener konnte das Kiesbett selbstständig verlassen und kehrte umgehend zu seiner Box zurück. Das nächste Sturzopfer war Ducati-Pilot Álvaro Bautista in Kurve 1. Zuvor war von seiner Maschine bereits Rauch aufgestiegen.

Die Suzuki-Piloten Andrea Iannone und Alex Rins werden nicht am ersten Testtag in Valencia teilnehmen. Sie erkrankten und erholen sich in ihrem Hotel.

Um 13 Uhr stand Weltmeister Marc Márquez mit 1:30,673 min an der Spitze. Zum Vergleich: Die schnellste Rennrunde am Sonntag lag bei 1:31,576 min, die Pole-Zeit bei 1:29,897 min. 0,432 sec hinter Honda-Pilot Márquez folgte Aleix Espargaró (Aprilia) vor Johann Zarco aus dem Tech3-Yamaha-Team und dem starken Ducati-Neuling Jack Miller. Stark: Der Australier war nur eine Zehntel langsamer als mit der Marc VDS-Honda im Qualifying am Samstag.

Rossi verbesserte sich nach seinem Horrorsturz zunächst auf Platz 8, verlor jedoch wieder eine Position. Die MotoGP-Rookies Nakagami, Morbidelli und Simeon hatten um 13 Uhr die Plätze 17, 18 und 20 inne. Nakagami büßte 3,092 sec auf die Bestzeit ein.

Die Zeiten beim MotoGP-Test in Valencia, 13 Uhr:

1. Marc Márquez (Honda) 1:30,673 min
2. Aleix Espargaró (Aprilia) +0,432 sec
3. Johann Zarco (Yamaha) +0,554
4. Jack Miller (Ducati) +0,603
5. Maverick Viñales (Yamaha) +0,633
6. Dani Pedrosa (Honda) +0,655
7. Pol Espargaró (KTM) +0,773
8. Jorge Lorenzo (Ducati) +0,913
9. Valentino Rossi (Yamaha) +0,925
10. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,974
11. Cal Crutchlow (Honda) +1,012
12. Bradley Smith (KTM) +1,329
13. Karel Abraham (Ducati) +1,869
14. Tito Rabat (Ducati) +1,883
15. Danilo Petrucci (Ducati) +1,919
16. Scott Redding (Aprilia) +2,253
17. Takaaki Nakagami (Honda) +3,092
18. Franco Morbidelli (Honda) +3,531
19. Takumi Takahashi (Honda) +3,561
20. Xavier Simeon (Ducati) +4,864

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Motorsportsaison 2020: Ein Jahr wie kein anderes

Günther Wiesinger
Nach der Coronasaison 2020 sollten die Motorsport-Events nächstes Jahr pünktlich starten. Die neue Normalität wird aber noch auf sich warten lassen.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 16.01., 00:45, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 16.01., 02:30, ORF Sport+
    Rallye Dakar 2021
  • Sa. 16.01., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 16.01., 05:15, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 16.01., 05:30, ORF Sport+
    Rallye Dakar 2021
  • Sa. 16.01., 08:30, Eurosport
    Rallye: Rallye Dakar
  • Sa. 16.01., 08:45, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 09:10, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 09:40, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 10:10, Motorvision TV
    Classic Races
» zum TV-Programm
7DE