Marc Márquez: «Dovizioso hätte den Titel verdient»

Von Frank Aday
MotoGP
MotoGP-Überflieger Marc Márquez feierte sechs WM-Titel in den letzten acht Jahren – vier davon in der Königsklasse. Nun sprach Weltmeister über die Höhen und Tiefen der Saison 2017.

In Valencia krönte sich der 24-jährige Marc Márquez zum vierten Mal zum MotoGP-Weltmeister. Sechs WM-Titel hat er insgesamt bereits erreicht. Márquez ist der jüngste Fahrer in der Geschichte der Motorrad-WM, der sechs Titel sichern konnte. Er gewann 2017 sechs Rennen und stand sechs weitere Male auf dem Podest. In seinen bisher 90 MotoGP-Rennen erzielte Marc Márquez 35 Siege, 45 Pole-Positions und insgesamt 63 Podestplätze.

«Diese Saison war für mich voller Höhen und Tiefen. Die erste Saisonhälfte war unglaublich schwierig. An einem Punkt dachte ich, dass es eine unmögliche Aufgabe ist. Doch wenn du ein gutes Team hast, dann holen sie dich aus diesem Loch heraus und machen dich zum selben Marc wie zuvor. Ab Barcelona hatte ich wieder Spaß am Fahren und war wieder auf meinem Level», berichtete der Weltmeister gegenüber «motogp.com».

Auch Márquez’ Friseurin trug ihren Teil zum Titel bei. «Ja, das ist eine interessante Sache, denn nach Barcelona war ich bei ihr. Auf einmal fragte sie mich, was los ist und ob ich okay sei. Ich fragte warum. Sie sagte mir, dass ich Haare verliere. Ich hatte Angst, denn ich bin 24 und will meine Haare behalten. Mein Vater und mein Großvater haben volles Haar. Also ging ich zum Arzt. Dr. Charte sagte mir dann, dass ich meine Herangehensweise ändern muss und Probleme anders bewältigen muss. Stress und Nervosität führten zum Haarausfall. Also änderte ich meine Einstellung. Ich versuchte, die Schwierigkeiten anders anzugehen. Die Haare werden immer besser. Hoffentlich ist es im Winter dann wieder normal», lachte Márquez.

«Manche Rennen waren sehr schwierig, aber ich gehe sie eigentlich immer auf dieselbe Weise an. Ich gebe von Anfang an hundert Prozent und setze alles ein. Im Training sanfter und langsamer zu fahren, um dann im Rennen anzugreifen, mag ich nicht. Ich bin das Gegenteil. In den Trainings gebe ich alles und versuche dann, im Rennen alles zu kontrollieren», erklärte Márquez. «In Valencia war es sehr schwierig durch den Druck und alles, was damit zusammenhängt. Das machte mich auf dem Bike angespannter, aber ich blieb derselbe Marc. Wieder musste ich einen Sturz abfangen und zeigte einen schönen ‹Save›. Trotzdem holte ich mir den Titel vor meinen Fans.»

Zu Beginn der Saison dominierte Maverick Viñales, doch am Ende kämpfte Andrea Dovizioso gegen Márquez um den Titel. «Das ist die MotoGP-Klasse. Wir sind hier in der Weltmeisterschaft. Die besten Fahrer und Bikes der Welt sind hier. Alle Fahrer haben hier großes Talent. Wenn sie die Erfahrung und die Chance haben, dann versuchen sie, den Titel zu gewinnen. Wenn man mich zu Beginn der Saison nach meinen Rivalen fragte, dann sagte ich Maverick, Dani, Valentino und vielleicht Lorenzo. Dovi habe ich nie genannt. Das habe ich gelernt. Du musst mit allen vorsichtig sein und alle im Auge behalten. Zu Beginn schien Maverick der Schnellste zu sein, doch der konstanteste und fahrerisch kompletteste Gegner war Dovi.»

«Es war sehr schwierig, aber auch schön, gegen ihn zu kämpfen. Meine Beziehung zu Dovi ist sehr gut. Er ist wie ein Freund im Paddock. Auf der Strecke hast du aber keine Freunde. Wir versuchen, den Respekt zu bewahren, aber wir fuhren Verkleidung an Verkleidung und Ellbogen an Ellbogen. Er gewann alle Kämpfe gegen mich. Doch es waren Strecken, auf denen ich Schwierigkeiten hatte. Trotzdem hätte er es genauso verdient, nun an meiner Stelle zu sein», betonte Márquez.

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