GP-Kommission: Neue MotoGP-Wertungen für 2018

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Johann Zarco und Cal Crutchlow treten für Satelliten-Teams an

Johann Zarco und Cal Crutchlow treten für Satelliten-Teams an

2018 werden eine zusätzliche Wertung für Satelliten-Teams und eine für ihre Fahrer eingeführt. Zudem wurde über die Anzahl von Wildcard-Einsätzen für die Saison 2018 und Nachrichten auf dem Bike-Display entschieden.

Beim Meeting der GP-Kommission am 29. November in Mies in der Schweiz wurden einige Entscheidungen für die MotoGP-Saison 2018 gefällt. Die Kommission setzt sich aus Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta, Paul Duparc (FIM), Hervé Poncharal (IRTA) und Takanao Tsubouchi (MSMA) zusammen.

Die erste Entscheidung betraf virtuelle Pitboard-Signale auf die Dashboards der MotoGP-Maschinen. Diese hatten beim Saisonfinale in Valencia für Aufsehen gesorgt, als Jorge Lorenzo durch die Anzeige von «Mapping Suggestion: Mapping 8» vermittelt werden sollte, dass er seinen Ducati-Teamkollegen Andrea Dovizioso vorbeilassen soll. Der Italiener Dovizioso hatte noch Chancen auf den MotoGP-Titel.

In der Saison 2018 dürfen die MotoGP-Teams auch weiterhin Nachrichten über das Dashboard des Fahrers mitteilen. Es ist dasselbe System über das auch die Nachrichten der Race Direction verschickt werden. Die Regeln stellen nun sicher, dass die Teams, die Auflagen der Protokolle durch die Dorna erfüllen. Die Grundvoraussetzung ist dabei, dass jede Nachricht an einen Fahrer via Dashboard gleichzeitig auch bei der Dorna-Zeitnahme und im TV präzise reproduziert wird.

Zudem wird es neue Wertungen für die einzelnen GP-Klasse geben. Neben der Fahrer- und der Konstrukteurswertung wird in der Moto3- und Moto2-Klasse nun nach Vorbild der MotoGP-Kategorie auch eine Teamwertung eingeführt. Die kombinierten Punkte aller Fahrer des Teams inklusive Ersatzfahrern werden für diese Wertung zusammengezählt.

In der Königsklasse werden 2018 auch Wertungen eingeführt, die das beste Satelliten-Team und den besten Fahrer aus den Satelliten-Teams auszeichnen. Dabei geht es nicht um einen WM-Titel, sondern um den Sieg in der «MotoGP Class Independent Team Trophy» und die «MotoGP Class Independent Team Rider Trophy».

Was die Wildcard-Einsätze 2018 betrifft: Es wurde zugestimmt, dass KTM den Finnen Mika Kallio 2018 fünf Mal als Wildcard-Pilot ins Rennen schicken darf: in Jerez, Barcelona, auf dem Sachsenring, in Spielberg und Aragón. Concession-Teams (KTM, Aprilia und Suzuki) haben die Möglichkeit, sechs Wildcard-Einsätze pro Saison zu bestreiten, die anderen Teams nur drei. Verliert ein Hersteller die Zugeständnisse, wird ihm dieses Recht jedoch erst für die folgende Saison verwehrt.

Außerdem: Der MotoGP-Event in Malaysia wurde 2017 zum besten Grand Prix gewählt.

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