Michele Pirro (Ducati): «Sahen einen anderen Jorge»

Von Frank Aday
MotoGP
Jorge Lorenzo, Michele Pirro und Max Biaggi

Jorge Lorenzo, Michele Pirro und Max Biaggi

«Ich vermutete schon, dass die Aero-Verkleidung Jorge helfen wird», sagt Ducati-Testfahrer Michele Pirro. Der Italiener lobt Jorge Lorenzo nach dessen erster Ducati-Saison.

Der 30-jährige Jorge Lorenzo kann bereits auf 15 Jahre und fünf Titel in der Motorradweltmeisterschaft zurückblicken. 2002 absolvierte er mit 15 Jahren sein erstes WM-Rennen in der 125-ccm-Klasse auf dem Circuito de Jerez. In der Saison 2017 wagte sich Lorenzo in ein neues Abenteuer mit Ducati.

In seiner ersten Saison mit den Roten stand der Mallorquiner zwar drei Mal auf dem Podest, doch ein Sieg gelang ihm nicht. Trotzdem erhält er Lob von Ducati-Testfahrer Michele Pirro. «Ich bin froh, dass ich nun ein Jahr mit Dovi und Jorge arbeiten durfte. Das war auch für die Entwicklung der Maschine sehr hilfreich. So konnten wir die Probleme Rennen für Rennen aufdecken. Auch meinen Speed als Fahrer verdanke ich Ducati, Jorge und Dovi. Wenn wir zusammenarbeiten, wird alles besser. Wir sahen in diesem Jahr einen anderen Jorge als bisher.»

«Er ist ein wahrer Champion und passte sich immer besser an. Einige Probleme konnte er lösen. Doch nach neun Jahren mit Yamaha ist es nicht so einfach, diesen Wechsel zu meistern. Meiner Meinung nach hat er nun aber den Speed für Siege. Man kann sehen, dass er ganz anders fährt als auf der Yamaha. Er slidet nun in den Kurven», berichtete der Italiener gegenüber «motogp.com».

Doch Pirro weiß: «Mit so großen Problemen hatte er nicht gerechnet, es war eine Herausforderung für ihn – vor allem bei den ersten Rennen. Doch dann legte er in Jerez eine starke Leistung hin, wo Ducati sonst immer sehr zu kämpfen hatte. Es hätte der Beginn großer Fortschritte sein können, aber es kamen Regenrennen dazwischen, was die Entwicklung im Trockenen störte. Sein Vertrauen konnte nicht wachsen. Nach der Sommerpause schenkte ihm die neue Aero-Verkleidung mehr Gefühl für das Bike. Ich habe das schon so vermutet. Danach war er oft vorne mit dabei.»

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