Stefan Bradl: «Honda ist kein komplett anderes Bike»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl auf der Honda in Sepang

Stefan Bradl auf der Honda in Sepang

Der neue HRC-Testfahrer Stefan Bradl sagt, er habe beim Sepang-Test noch Ähnlichkeiten zwischen der 2014-Honda und dem 2017-Bike erkannt. Er wird Ende März in Jerez wieder testen.

Beim ersten Kräftemessen der MotoGP-Testfahrer in Sepang/Malaysia (24. bis 26. Januar) verlor Stefan Bradl noch 0,5 Sekunden auf seinen Honda-Testfahrer-Kollegen Hiroshi Aoyama und 1,8 Sekunden auf KTM-Pilot Mika Kallio.

Ende März wird HRC in Jerez testen, das wird der zweite Auftritt von Bradl als Testfahrer sein.

Stefan, du hast in Malaysia noch Schmerzen im rechten Handgelenk gehabt. Inzwischen sind vier Wochen vergangen. Macht die Genesung Fortschritte?

Ja, mir geht es so weit gut. Es passt so weit. Ich denke, dass es bis zum Jerez-Test ganz okay sein sollte.

Du wolltest im März noch ein Motorrad-Training einplanen, sobald die rechte Hand voll belastbar und schmerzfrei ist.

Ja, ich bekomme in der zweiten März-Woche eine neue Motocross-Honda. Die werde ich im Allgäu bei Händler Waldmann abholen. Dann werde ich damit bei uns trainieren.

Vorher gehe ich jetzt mit Michi Ranseder noch zwei Tage zum Skifahren nach Alta Badia.

HRC-Techniker Klaus Nöhles sagte, man habe in Sepang klar gesehen, dass du Schmerzen gekriegt hast, sobald du richtig gepusht hast.

Ja, richtig. Je stärker ich gepusht und die Hand belastet habe, desto mehr bin ich beeinträchtigt worden.

Wir hatten aber auch nicht viel Glück mit dem Wetter, es war oft nass. Und als ich mal einen neuen Hinterreifen aufziehen habe lassen, ist gleich wieder eine Wolke gekommen und ein Regenguss.
Die Wetterbedingungen waren nicht so toll.

Aber uns im Team war bewusst, dass bei diesem ersten Einsatz nach fast viereinhalb Monaten zuerst einmal mein körperlicher Zustand auf die Probe gestellt werden muss.

Dein Team hat erzählt, dass du mit der 2017-Honda gefahren bist, Hiroshi Aoyama mit dem 2018-Modell.

Ja, für mich ist kein großes Testprogramm geplant gewesen.

Du bist seit 2014 keine MotoGP-Honda gefahren. Seither kam die Umstellung auf die gegenläufige Kurbelwelle und auf den Big-Bang. War das Bike trotzdem wiederzuerkennen?

Es ist sicher noch eine Ähnlichkeit zu spüren und zu erkennen. Ich konnte mich schon noch an einige Sachen erinnern, die mir bekannt vorgekommen sind.

Es ist kein komplett anderes Motorrad.

Wie haben sich die Schmerzen an der rechten Hand ausgewirkt?

Auf der Bremse habe ich mit der Hand eigentlich recht wenig Probleme gehabt. Da war ich eigentlich recht gut, wie man an den Daten gesehen hat. Nur bei den Richtungswechseln und bei den Linkskurven hat es mich stark beeinträchtigt. Ich dachte, es wird mich in erster Linie in den Rechtskurven behindern, weil ja die rechte Hand lädiert und operiert war.

Beim Jerez-Test willst du von den Rundenzeiten deutlich konkurrenzfähiger sein?

In Sepang spielten die Rundenzeiten noch keine Rolle. Wenn wir da konkrete Ziele gehabt hätten, hätten wir zwei, drei neue Hinterreifen hintereinander reinstecken müssen und für zwei Runden Attacke geben müssen. Das Kontingent ist aber bei jedem Hersteller für die Tests beschränkt, also haben wir uns das gespart. Denn der Sinn unseres Tests war ein anderer.

Mein Gefühl sagte mir, dass ich noch einen guten Speed habe.
In Jerez wird es einen Schritt bessergehen. In Jerez werde ich nicht allein auf der Piste sein, ich werde also einen recht guten Vergleich haben.

Natürlich werde ich nicht den Speed der aktuellen Werksfahrer haben.

Hast du die Superbike-WM in Australien verfolgt?

Ja, ein bisschen. Die Reifengeschichte hat mich ein bisschen verblüfft, egal ob Superbike oder Supersport. Ich habe die SSP ein bisschen mehr verfolgt, weil Sandro jetzt dabei ist.

Die Reifengeschichte war ein bisschen schwach, meiner Meinung nach.

Ich glaube, die Überwachung des Reifendrucks nimmt auch nicht jedes Team so genau.

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