MotoGP-Teams: Nur Aprilia bleibt 2019 ohne Kundenteam

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Start in Las Termas: 2019 werden die Karten neu gemischt

Start in Las Termas: 2019 werden die Karten neu gemischt

Von 2017 auf 2018 hat sich nichts verändert, alle Teams blieben ihren Herstellern treu. Aber jetzt kommt Bewegung in die Szene: Tech3 zu KTM, Marc VDS zu Suzuki. Was passiert noch?

Dorna-Sports-CEO Carmelo Ezpeleta hat die Verträge der MotoGP-Kundenteams in Assen 2016 für fünf Jahre verlängert – von 2017 bis inklusive 2021.

Bis 2022 soll die MotoGP-WM also eine geschlossene Gesellschaft bleiben, es soll kein neues Team dazu kommen.

Die sechs Kundenteams sind: Gresini Racing, Tech3-Yamaha, Pramac-Ducati, Avintia-Ducati, Ángel Nieto-Ducati, LCR-Honda und Marc VDS-Honda.

Dazu gibt es gesonderte Vereinbarungen mit den sechs Werken Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, Aprilia und KTM.

Aber: Aprilia hat als einziges Werk keinen eigenen Startplatz. Die Italiener stecken in einem Joint Venture mit Gresini, das Ende 2018 nach vier Jahren abläuft. Über eine Vertragsverlängerung wird verhandelt.

Ezpeleta wünschte sich vor zwei Jahren, dass 2018 alle sechs Hersteller ein Kundenteam verliefen also je vier Motorräder und Fahrer einsetzen.

Aber die Neueinsteiger und Rückkehrer Suzuki, Aprilia und KTM betreiben 2ß018 noch kein Kundenteam. Die Werksmaschinen waren 2017 nicht konkurrenzfähig genug, die Nachfrage deshalb überschaubar.

Doch für 2019 kommt die Szene in Schwung.

Zuerst kündigte Tech3 nach 20 Jahren den Wechsel von Yamaha zu KTM an. Jetzt wird mit einem Wechsel von Marc VDS zu Suzuki gerechnet – nach vier Honda-Jahren.

Also braucht Yamaha neben Movistar-Werksteam dringend einen neuen Partner.

Avintia-Chef Raúl Romero machte sich vor einem Jahr noch große Hoffnungen auf Suzuki, dort zog er den Kürzeren. Suzuki hat 2016 auch mit LCR und zuletzt im März mit Gresini verhandelt.

Jetzt wird sich Yamaha vermutlich wieder mit Romero zusammensetzen, erste Kontakte gab es bereits.

Ducati macht sich darauf gefasst, dass eines der drei Kundenteams verloren geht. Pramac wird aller Voraussicht nach als treuer Partner bei Ducati bleiben, die Mannschaft von Jorge Martinez (Bautista, Abraham) vermutlich auch.

LCR-Teambesitzer Lucio Cecchinello hat keine Abwanderungsgelüste. «Ich fahre seit 2006 in der MotoGP-WM mit Honda. Daran wird sich nichts ändern», versichert der Italiener, der mit Cal Crutchlow die WM anführt.

Die Teamübersicht für 2019:

Repsol-Honda
LCR Honda
Movistar Yamaha
Ducati Corse
Alma Pramac Ducati
Suzuki Ecstar
Red Bull KTM
Reale Avintia: Ducati? Yamaha?
Ángel Nieto Team: Ducati?
Gresini Racing: Aprilia?
Tech3 KTM
Marc VDS Suzuki

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