Johann Zarco: «Muss gegen die Yamaha kämpfen»

Von Waldemar Da Rin
MotoGP
Johann Zarco

Johann Zarco

Nach Platz 10 im MotoGP-Rennen von Misano war Tech3-Yamaha-Pilot Johann Zarco alles andere als zufrieden. «Wenn ich schneller wäre, wenn ich neben dem Bike herlaufe, würde ich es tun», versicherte Zarco.

Erst 27,5 sec nach Sieger Andrea Dovizioso überquerte Johann Zarco im MotoGP-Rennen von Misano die Ziellinie. Das bedeutete Platz 10 für den Franzosen aus dem Tech3-Yamaha-Team. «Ich wusste nicht, was ich im Rennen erwarten kann», erklärte Zarco. «Ich wollte mich zu Beginn des Rennens wohlfühlen. Die Arbeit im Warm-up sorgte dafür, dass ich mit dem Bike in den ersten Kurven gut war. Es ist schade, dass ich in Runde 2 oder 3 in der zehnten Kurve einen Fehler machte. Ich verlor drei oder vier Positionen, die ich nicht wieder gutmachen konnte.»

«Ich weiß, welche Probleme wir haben. Diese Schwachpunkte sind schwierig zu akzeptieren, aber ich muss es tun. Ich muss weiterarbeiten und Spaß haben. Ich brauche ein gutes Gefühl. In den Trainings sind wir in der Lage, dieses Gefühl aufzubauen. Aber im Rennen wird es bei so vielen Runden in Folge sehr, sehr schwierig. Ich kann mit den anderen nicht mithalten. Dieser Punkt macht mich bei den Rennen traurig. Manche Dinge verstehe ich nicht, aber sie werden mir für die Zukunft helfen», meint Zarco.

Wo liegt das Problem? «Du gehst wie die Gegner in die Kurven und ziehst das Gas im selben Moment wie sie auf, doch du verlierst Zeit. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Wenn ich schneller wäre, wenn ich neben dem Bike herlaufe, würde ich es tun. Aber so ist es nicht. Manchmal frage ich mich, ob ich lieber laufen sollte.»

Die weiche Mischung vorne und hinten war die richtige Wahl? «Ja, das war die richtige Wahl. Ich habe nicht viele Optionen, denn wir sind zu sehr am Limit. Mit einem anderen Reifen verlierst du zu viel Grip. Dann wird die Maschine unmöglich zu fahren. Das wollte ich nicht. Mit den anderen Mischungen sind wir nicht schnell. Das muss ich akzeptieren. Ohne Jorges Sturz wäre ich Elfter geworden. Sogar wenn ich nur Elfter werde, bin ich am Ende total fertig. Aber nicht, weil ich gegen die anderen Jungs kämpfte. Ich muss gegen meine eigene Maschine kämpfen.»

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