Vorwärts: Forward mit Alex Escrig und Österreich-Technik vorne dabei
Vor den ersten Tests zur neuen Moto2-Saison kamen selbstbewusste Töne aus dem Lager von Forward Racing. Auch mit dem ersten Rennevent ließen die Exoten Taten folgen. Hoffnungslos sieht anders aus.
Im großen Feld der Moto2 hat der Rennstall Klint Forward Racing auch 2026 Exotenstatus. Die Ausnahmestellung des in der Schweiz stationierten Teams liegt in der Wahl der Waffen begründet. Nur Teameigner Giovanni Cuzari vertraut auf das italienische Chassis von Forward. Die restlichen 26 Aktiven setzten auf Kalex oder Boscoscuro, wobei der deutsche Anbieter mit 20 Fahrzeugen weiter klar erste Kraft im Fahrerlager ist.
Während das Team im Jahr 2024 im sportlichen Niemandsland unterwegs war, zeigte sich bereits im Vorjahr eine Aufwärtsbewegung. Statt einer Nullnummer schloss Forward 2025 immerhin mit 28 Punkten ab. Zu wenig, um attraktiv für weitere Mannschaften für 2026 zu sein Mit der laufenden Saison könnte sich das Bild möglicherweise ändern. Denn bei der Vorstellung des Teams, das auch
Beim Jerez-Test unmittelbar vor dem Saisonauftakt dann ein erstes Ausrufezeichen:
Dass Forward beim Aufbau der 2026er-Maschinen offensichtlich gute Arbeit geleistet hatte, zeigte sich auch beim Auftakt-GP in Thailand. Im wichtigen Zeittraining hatte Escrig mit Platz 2 hinter Manuel Gonzalez verblüfft. Doch statt sich im Q2 eine blendende Lage für das Rennen zu sichern, schmiss der Spanier die Forward zu Boden. Damit war der GP eigentlich schon gelaufen, denn ein Moto2-Rennen von Platz 18 aus anzugehen, gilt schon unter regulären Bedingungen als hohe Strafe.
Mit den zwei Rennabbrüchen und der am Ende stark verkürzten Renndistanz rächte sich der Q2-Fehler bitter. Mehr als Platz 11 war für die mintgrüne Forward mit der Startnummer 12 nicht drin. Doch damit lag Alex Escrig immer noch vor Moto2-Größen wie Barry Baltus oder Alex Escrig. Teamkollege Jorge Navarro konnte das Potenzial der neuen Forward weniger gut umsetzen Der Landsmann fuhr von ganz hinten los und wurde 17.
Ein möglicher Hinweis auf den weiteren Fortschritt bei Forward Racing: Nach langen Jahren mit Lieferant Öhlins wechselte das Team zu WP Suspension und damit zu Fahrwerken aus Österreich. Dass WP das Gegenteil einer Randerscheinung ist, zeigt nicht allein die Tatsache, dass mit der deutschen Intact-Mannschaft, Red Bull KTM Ajo sowie Aspar weitere Spitzenteams mit WP-Material unterwegs sind. Nach dem ersten Grand Prix 2026 führt WP Suspension mit David Almansa (Moto3), Manuel Gonzalez (Moto3) und MotoGP-Ass Acosta in allen WM-Klassen.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach