Pit Beirer (KTM): «Kein schlechtes Wort über Bradley»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Bradley Smith wechselt nach zwei KTM-Jahren zu Aprilia

Bradley Smith wechselt nach zwei KTM-Jahren zu Aprilia

KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer freut sich über die top-motivierte Leistung von MotoGP-Werkspilot Bradley Smith, der trotz des Weggangs sein Bestes gibt.

In den letzten Wochen und Monaten war Red Bull KTM-Werkspilot Pol Espargaró dreimal arg verletzt. Bradley Smith trug mehrmals die Hauptverantwortung für das MotoGP-Projekt von KTM. Nur in Jerez wurde er von Mika Kallio ernsthaft entlastet – der Finne landetet dort auf Platz 10.

Dabei wusste Smith bereits nach den ersten Grand Prix 2018, dass er seinen Platz für den Franzosen Johann Zarco räumen muss und Pol Espargaró seinen Platz behalten darf.

Trotzdem zeigt sich der Engländer bis heute topmotiviert, auch wenn seine Zukunft aus der Rolle des MotoGP-Testfahrers bei Aprilia bestehen wird.

Aber obwohl der Engländer alle Rennen bestritten hat, liegt er in der Tabelle deutlich hinter dem WM-Fünfzehnten Pol Espargaró, der 32 Punkte gesammelt hat, Bradley nur 18.

Smith' Position im Red Bull-Team war schon im Sommer 2017 in Frage gestellt worden, als Testfahrer Mika Kallio beim GP von Österreich mit Platz 10 geglänzt hatte und Smith leer ausgegangen war.

Der gesamte KTM-Vordstand war Mika Kallio dankbar für seine makellose Vorstellung beim Heim-GP.

«Was wären damals die Alternativen zu Bradley gewesen? Das wäre der Mika gewesen. Der war aber in den letzten zwei Monaten nach seiner Knieverletzung gar nicht da», gibt KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer zu bedenken. «Wir müssen trotz allem das langfristige Programm im Auge behalten. Ich glaube nicht, dass eine Harakiri-Aktion mit der Trennung von Bradley etwas gebracht hätte. Wir hätten vielleicht bei diesem Niveau zwei Plätze weiter vorne fahren können, aber wir hätten das Team auseinanderreißen müssen. Die Fahrer haben bei uns eine ganz schwierige Aufgabe angetreten. Alles ist gut, wenn man es relativ nüchtern betrachtet und von den Verletzungen absieht… Wir haben eine anständige Entwicklung hingelegt und uns gegenüber Bradley korrekt verhalten. Wir vergessen ihm nie, dass er als Erster an unser Projekt geglaubt und im März 2016 einen Vertrag unterschrieben hat, als unser Motorrad noch eine ‚black box’ war. Von mir wird niemand ein schlechtes Wort über Bradley hören. Gerade jetzt in der Phase, wo sein Vertrag ausläuft und klar ist, er geht von uns weg – da macht er seinen Job, so gut es nur irgendwie geht. Er gibt alles für uns. Das ist völlig in Ordnung.»

Tatsächlich bot sich im August 2017 kein Topfahrer als Smith-Ersatz mehr an. «Wenn wir Bradley damals mit Marc Márquez ersetzen hätten können, hätte ich sicher ‚Ja’ gesagt», schmunzelte Beirer. «Aber wenn du als Neueinsteiger so ein Projekt startest, kriegst du im Paddock nicht gleich so viel Vertrauen, dass du Fahrer bekommst, die sofort Rennen gewinnen können.»

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