Marc Márquez würde im Mittelmeer sein Leben riskieren

Von Antonio Gonzalez
MotoGP
Marc Márquez, jetzt siebenfacher Weltmeister

Marc Márquez, jetzt siebenfacher Weltmeister

Wen MotoGP-Weltmeister Marc Márquez bei Problemen anruft, welche Macken die Mitglieder des Repsol-Honda-Teams haben und welche Ängste er für einen weiteren WM-Titel überwinden würde, verrät der Spanier im Interview.

Mit fünf Titeln in den letzten sechs Jahren ist Honda-Star Marc Márquez der überragende MotoGP-Pilot seit 2013 – und das trotz stärkster Konkurrenz und enorm hoher Leistungsdichte.

Vor dem drittletzten MotoGP-Event des Jahres am kommenden Wochenende auf Phillip Island in Südaustralien nahm sich Márquez Zeit, um einige Fragen zu beantworten.

Marc, wie wirst du die drei verbleibenden Rennen angehen, nachdem du den Titel schon gewonnen hast?

Vor allem ist es an der Zeit, diese Weltmeisterschaft zu genießen, aber mir wurde auch schon gesagt, dass noch zwei Titel auf dem Spiel stehen: Die Konstrukteurs- und die Teamwertung. Wir werden versuchen, gemeinsam mit meinem Teamkollegen Dani [Pedrosa] gut zu arbeiten, um diese beide Titel zu holen. Wir werden sehen, ob wir das Triple feiern können.

Mit dem vielen Reisen siehst du dein Team mehr als deine Familie. Welche Charaktere gibt es in deiner Mannschaft?

Jeder in meinem Team hat Stärken und Schwächen. Das Beste, was mich stolz macht, ist, dass sie Freude versprühen. Das ist das Wichtigste. Am Ende ist es ein Job und wir sind Menschen. Wir können alle einen schlechten Tag haben, aus so vielen Gründen, beruflichen oder privaten, aber im Team haben wir am Ende immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Dank meiner Mannschaft ist das Arbeiten viel besser und angenehmer.

Wenn ich jeden Einzelnen aus meinem Team beschreiben müsste, würde ich sagen, dass Carlo Liuzzi der ist, der am meisten isst. Ginetto ist der Pünktliche – aber nicht, weil er pünktlich ankommt, sondern weil er früh losfährt. Die Teammitglieder, die am spätesten dran sind, sind entweder Jordi Castellá oder José Luis Martínez. Wir haben Santi Hernández und Javi Ortiz mit dem meisten Verantwortungsbewusstsein. Carlos Liñán ist der, der am vorlautesten ist.

Wen rufst du an, wenn du ein Problem hast?

Das hängt von der Art des Problems ab. Ich rufe entweder meinen Bruder, meine Mutter, meinen Vater oder Emilio [Alzamora] an.

Was zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht, wenn du einen schlechten Tag hast?

Wenn ich einen schlechten Tag habe, versuche ich Zeit mit meinem Bruder oder mit einem Freund zu verbringen, um die Probleme zu vergessen. In Wahrheit habe ich nur sehr wenige schlechte Tage, da ich immer versuche abzuschalten, indem ich Sport mache oder auf dem Bike sitze.

Zwischen all den Rennen, Events und Verpflichtungen: Warst du je als Tourist unterwegs? Wo würdest du gerne hinfahren, wenn du Zeit hättest?

Zwischen Rennen und Verpflichtungen ist der Ort, an dem ich am liebsten bin, mein Haus. Manchmal ist es schwierig das zu verstehen und Leute fragen mich, «warum gehst du nicht dahin, um abzuschalten?». Aber ich vermisse mein Haus, meine Couch, fern zu sehen und zu entspannen. Aber hin und wieder ist es auch gut einen Ort zu suchen, an dem man abschalten kann.

Du hast Angst vor dem Meer, würdest du für einen weiteren Titel trotzdem allein mitten im Mittelmeer schwimmen?

Ich würde es machen, trotz des Risikos! Ich würde gleichzeitig an andere Dinge denken, aber ich würde es tun und falls nötig, müsstest du mich hineinwerfen. Natürlich nicht länger als fünf Minuten!

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