Cal Crutchlow: «MotoGP ist der beste Motorsport»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow kann fünf Wochen nach seinem Unfall in Australien wieder Rennrad fahren, aber noch nicht gehen. Sogar die Teilnahme am Sepang-Test (6. bis 8.2.2019) ist noch ungewiss.

Der verletzte britische LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow freute sich letzte Woche über die überraschende Bestzeit seines jungen Teamkollegen Takaaki Nakagami (26) beim Jerez-MotoGP-Test. Er traut dem Japaner nächstes Jahr Top-6-Plätze zu.

Crutchlow selbst steckt nach der schweren Verletzung von Phillip Island mitten in der Therapie. «Alles entwickelt sich gut», betont der WM-Siebte und dreifache MotoGP-GP-Sieger. «Ich befinde mich in Kalifornien, ich erhole mich ausgezeichnet, ich gebe mein Bestes. Ob ich im Februar in Sepang fahren kann? Ich weiß es nicht. Ich tue alles, um dort antreten zu können. Aber ich habe mir Schien- und Wadenbein und den Talus-Knochen im Knöchel gebrochen. Das war ein schwerer Sturz, ein sehr, sehr schwerer. Doch ich hatte eine fantastische Operation und einen ausgezeichneten Chirurgen, der alles wunderbar zusammengeflickt hat. Ich kann den rechten Knöchel bereits wieder gut bewegen. Ich liege bei der Genesung vier oder fünf Wochen vor dem üblichen Zeitplan. Versteht mich nicht falsch, die Heilung geht wirklich gut voran. Und ohne jeden Zweifel möchte ich in Sepang dabei sein. Aber wenn der Test nächste Woche wäre, hätte ich keine Chance.»

Und was kann Cal treiben, um fit zu bleiben? «Als typischer Motorradrennfahrer bildest du dir ein, du könnest nach so einer Verletzung sofort wieder aufs Motorrad steigen. ‚Ein paar gebrochene Knochen? No problem! Steckt eine Platte rein und ich fahre gleich wieder.‘ Aber das war bei dieser Verletzung anders. ich kann immer noch nicht gehen. Man hat mir gesagt, ich darf sechs Wochen lang nicht einmal ans Gehen denken. Ich kann Radfahren, aber beim Gehen darf ich das Bein nicht belasten. Sonst würde der künstliche Knochen leiden, der eingepflanzt wurde. Ich darf nichts übertreiben. Ich bin froh, dass ich in Kalifornien Radfahren kann. Vor meiner Abreise konnte ich auf der Insel Man nur wenig radeln. Das Radfahren hier in der Wärme beschleunigt meine Genesung und die Beweglichkeit des Knöchels, die ich unbedingt brauche.»

Cal leidet darunter, im November bei den Tests gefehlt zu haben und bei den letzten drei Rennen, dadurch hat der den Kampf um die Position des besten Privatfahrers und um WM-Rang 6 an Johann Zarco verloren.

«Ich fahre abseits der GP-Strecken nicht Motorrad. Deshalb trifft mich die lange Pause schwer», sagt Cal. «Denn ich liebe das Fahren auf Rennstrecken. Ich liebe Racing. Es ist ein untrennbarer Teil von mir. Es war ein Jammer, daheim zu sitzen und die Rennen im Fernsehen zu beobachten. Nur Valencia hat mir nichts ausgemacht, denn es war nass und kalt... Das war ein seltsamer Grand Prix. Aber Phillip Island und Sepang haben mir gefehlt, denn ich war in guter Form. Es war ein Herbst mit Höhen und Tiefen. Ich war in Motegi als Zweiter auf dem Podest, fünf Tage später, das ist ein Fingerschnipps, war ich schwer verletzt. Ich dachte, ich werde in Australien ein starkes Wochenende haben und die Weltmeisterschaft stark beenden. Aber es sollte nicht sein.»

Crutchlow: «Auch wenn ich lieber selbst mitgefahren wäre, so habe ich als Fan viel Freude mit den TV-Übertragungen gehabt. MotoGP ist der beste Motorsport der Welt. Es ist ein Vergnügen, den Jungs beim Fighten zuschauen zu dürfen.»

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