Mick Doohan: «Jack Miller muss mental stärker werden»

Von Otto Zuber
MotoGP

GP-Legende Mick Doohan hält grosse Stücke auf seinen Landsmann Jack Miller. Der fünffache Champion weiss aber auch, in welchen Bereichen der Pramac-Ducati-Pilot zulegen muss.

Nachdem sich GP-Veteran Mick Doohan im exklusiven MotoGP.com-Interview zu Champion Marc Márquez, dessen neuen Honda-Teamkollegen Jorge Lorenzo und MotoGP-Legende Dani Pedrosa geäussert hatte, sprach der Australier auch über seinen Landsmann Jack Miller. Der 23-Jährige wird im nächsten Jahr auf einer 2019er-Ducati für das Alma Pramac Racing Team um WM-Punkte kämpfen.

Doohan hofft, dass der einzige Australier in der MotoGP-Startaufstellung im nächsten Jahr öfter an der Front mitkämpfen wird. «Ich bin Australier, er ist Australier und natürlich wäre es grossartig, ihn an der Spitze des Sports zu sehen«, erklärte der fünffache 500-ccm-Champion. «Er ist in der richtigen Position, und wenn er es schafft, seine Energie darauf zu konzentrieren, ganz nach vorne zu kommen, dann ist das für Australien und den Sport gut – denn wir brauchen mehr als nur Italiener und Spanier im Feld.»

Der 53-Jährige weiss aber auch, in welchen Bereichen Miller noch zulegen muss. So ist Doohan etwa überzeugt, dass der Ducati-Pilot zwar über viel Potenzial verfügt, mental jedoch stärker werden muss, um konstant um Podestplätze mitkämpfen zu können. «Man kann sehen, wie schnell Jack ist», stellt er klar. «Aber ich denke, er muss sich besser auf sein ultimatives Ziel konzentrieren. Ich glaube, er ist mental noch nicht so stark, um seine physische Stärke optimal nutzen zu können. Wenn er es schafft, in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen, dann wird er auch konstant vorne dabei sein.»

Die kleinen Fehler, die Miller bisher unterliefen, seien keine Glückssache sondern eine Frage der richtigen Vorbereitung, ist sich Doohan sicher: «Er hat den Speed und auch die Fähigkeit, mental alles herauszuholen, deshalb bin ich überzeugt, dass er bei der Vorbereitung noch besser werden kann. Dann kann er den Schwung besser nutzen und sobald man vorne mitkämpft, holt man erst die Podestplätze, dann kämpft man plötzlich um die Siege und schliesslich ist der Titel in Griffweite.»

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