Joan Mir (Suzuki): Bei erstem Test um Jahre gealtert
MotoGP-Rookie Joan Mir spricht über seine ersten Erfahrungen auf der Suzuki-Werksmaschine für die Saison 2019. «Ich muss mit dem Flow gehen», so der Moto3-Weltmeister von 2017.
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Joan Mir ist einer von vier MotoGP-Rookies in der Saison 2019. Nach nur einem Moto2-Jahr wagte der Moto3-Weltmeister von 2017 den Sprung in die Königsklasse – und sitzt gleich schon auf einer Werks-Suzuki. "Ich wollte am Anfang locker an die Sache herangehen und mich an die Suzuki GSX-RR herantasten. Die Beschleunigung der MotoGP-Bikes ist brutal, die Bremswirkung beeindruckend. Der Unterschied in der Geschwindigkeit ist im Vergleich zur Moto2-Maschine riesig, dadurch werden die Geraden kürzer und enger, man ist länger auf der Bremse. Mit so viel Power geht es am Anfang hauptsächlich darum, der Situation Herr zu werden. Man muss sehr konzentriert sein, ist man nur eine Zehntelsekunde lang abgelenkt, geht man weit – und das Motorrad fährt dich spazieren, anstatt dass du es kontrollierst", schilderte er seine Eindrücke nach den ersten Testfahrten.
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"Ich muss mit dem Flow gehen", stellte der 21-jährige Rookie fest. Die MotoGP-Motorräder seien um einiges effizienter, wenn man sie smooth, also flüssig und gleichmäßig, fahren würde. "Die Kurvenausfahrt ist sehr wichtig, du musst dich darauf vorbereiten und versuchen, viel Speed mitzunehmen für die nächste Kurve. Das ist ein Fahrstil, den ich während meiner Moto2-Zeit vernachlässigt habe und ich bin glücklich, dass ich ihn hier in der MotoGP-Klasse wiederfinde. Ich werde es genießen, meinen Flow zu finden, und ich glaube, das ist der beste Weg, um eine gute Leistung zu bringen." Der Suzuki-Pilot berichtete auch von großen Schwierigkeiten, vor allem in den ersten Runden, weil das Vorderrad schnell den Bodenkontakt verlor. "Als es dann den Asphalt wieder berührte, zeigte es immer in die falsche Richtung – und das Vorderrad knickte ein. Ich hatte so viele Schreckmomente, ich bin um einige Jahre gealtert! Also sagte ich mir, dass ich lernen musste – und zwar sehr schnell – nicht nur dem Wheeling entgegenzuwirken, sondern auch das Steuer zu übernehmen, bevor das Rad wieder auf dem Boden war."
Auch das Bremsen sei eine Herausforderung: "Der Speed von diesem Biest ist beeindruckend, deshalb muss man hart und genau bremsen. Die Karbonbremsen sind sehr merkwürdig: Wenn du auf die Strecke gehst und sie noch kalt sind, dann funktionieren sie überhaupt nicht. Du kannst den Bremshebel drücken, wie viel du willst, sie bremsen einfach nicht. Sind sie dann einmal auf Temperatur, dann stoppt das Bike höllisch hart. Das ist ein sehr spezielles Gefühl, es ist aufregend, aber du musst auch vorsichtig sein", unterstrich Mir.
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"Ich hatte nach den ersten Tests mit Suzuki ein sehr positives Gefühl. Unser Hauptziel für dieses Jahr ist zu lernen und den Anstand zur Spitze Schritt für Schritt zu verringern, Rennen für Rennen. Ich fühlte mich auf dem MotoGP-Bike sehr wohl, das war die Bestätigung dafür, dass unsere Entscheidung, nach nur einem Moto2-Jahr in die 'premier class' zu wechseln, richtig war. Nun können wir es genießen und darauf hinarbeiten, zu wachsen und besser zu werden."
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Kombinierte Zeitenliste Jerez-Test, 28./29. November 2018:
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