Johann Zarco (KTM/17.): «Irgendwann in Top-5 fahren»

Von Isabella Wiesinger
MotoGP
Johann Zarco

Johann Zarco

Red Bull-KTM-Neuzugang Johann Zarco glänzte in Las Termas im FP1 mit Platz 7. Im zweiten Training fiel er auf P17 zurück. Aber Zarco bleibt zuversichtlich.

Johann Zarco wechselte zu Beginn der MotoGP-Saison 2019 von Yamaha zum Red Bull KTM Factory Team. Bei seinem zweiten Grand mit dem neuen Team in Argentinien stand er nach den ersten zwei freien Trainings am Freitag auf dem 17. Platz. Die MotoGP-Fahrer auf den Plätzen 1 bis 21 trennt nicht einmal eine ganze Sekunde. «Wir sind nicht weit von der Spitze entfernt», überlegte Zarco am Freitagabend im Paddock des Autódromo Termas de Río Hondo. «Aber trotzdem ist der 17. Platz nicht gut genug.»

«Ich habe den ersten Tag hier in Argentinien aber wirklich genossen», versicherte Johann, der den Sieg in Las Termas 2018 nur um 0,2 sec gegen Cal Crutchlow verspielte. «Im FP1 hatte ich ein gutes Gefühl. Im FP2 war ich einer der wenigen Fahrer, die mit einem gebrauchten Hinterreifen gefahren sind. Für das, was wir im Moment erwarten können, hatte ich eine gute Pace. Das war sehr positiv.»

«Dann haben wir den Hinterreifen gewechselt und den weichen genommen», erklärte der Moto2-Weltmeister von 2015 und 2016. «Damit hatte ich nicht den gewünschten Vorteil, aber wir wissen auch, woran das lag. Dieses Problem gilt es zu lösen.»

Der Franzose ist sich der Tatsache bewusst, dass er mit KTM RC16 noch ganz am Anfang steht und er Geduld haben muss. «Ich weiß, dass ich das Feuer in mir habe und bereit bin, anzugreifen. Die Umstände auf der Strecke hier in Termas de Río Hondo sind für alle schwierig, aber ich bin auf einem guten Level. Wenn ich am Sonntag ein gutes Rennen fahren möchte, muss ich mich in der  Zeitenjagd verbessern. Und ich müsste im Qualifying in die Top-10 kommen.»

Einige Fahrer beklagten sich darüber, dass die Strecke in Argentinien jenseits der Ideallinie extrem schmutzig sei und es deshalb schwierig wird zu überholen. Zarco teilt diese Sorge nicht: «Dafür hat man bestimmt vier Meter Platz. Ich habe nachgesehen und das überprüft.»

Einen Aufstieg ins Qualifying 2 hält der Franzose für realistisch. «Die Abstände zwischen den Top-Fahrern sind sehr gering, aber wir werden sehen. Wenn es mir nicht gelingt, ist das auch kein Drama, weil wir daran arbeiten. Nur weil ich besser bin als in Katar, heisst das nicht, dass die Arbeit hier beendet ist.»

«Ich weiß nicht, zu welchem Zeitpunkt meine Fortschritte mit KTM ersichtlich werden. Ich bin in einem Werksteam und das gibt mir die Chance, mich endlos zu verbessern, auch wenn ich von weit hinten starte. Vielleicht werden meine Fortschritte nicht bis Jerez oder Le Mans deutlich, aber bestimmt später. Wenn ich hier in die Top-10 fahre, bedeutet das nicht, dass ich beim nächsten Rennen in die Top-5 komme. Aber irgendwann wird auch das geschehen.»

 

FP2, MotoGP, Termas de Río Hondo, 29. März:

1. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:39,181 min
2. Jack Miller, Ducati, + 0,009 sec
3. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,164
4. Cal Crutchlow, Honda, + 0,165
5. Fabio Quartararo, Yamaha, + 0,176
6. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,260
7. Alex Rins, Suzuki, + 0,270
8. Marc Márquez, Honda, + 0,316
9. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,322
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,448
11. Andrea Iannone, Aprilia, + 0,473
12. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,516
13. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,559
14. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,618
15. Joan Mir, Suzuki, + 0,765
16. Pol Espargaró, KTM, + 0,770
17. Johann Zarco, KTM, + 0,775
18. Karel Abraham, Ducati, + 0,814
19. Miguel Oliveira, KTM, + 0,825
20. Tito Rabat, Ducati, + 0,929
21. Jorge Lorenzo, Honda, + 0,978
22. Hafizh Syahrin, KTM, + 1,571

FP1, MotoGP, Termas de Río Hondo, 29. März:

1. Marc Márquez, Honda, 1:39,827 min
2.
Jack Miller, Ducati, + 0,353 sec
3. Cal Crutchlow, Honda, + 0,388
4. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,492
5 . Andrea Iannone, Aprilia, + 0,539
6. Johann Zarco, KTM, + 0,560
7. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,768
8. Fabio Quartararo, Yamaha, + 0,849
9. Alex Rins, Suzuki, + 0,994
10. Valentino Rossi, Yamaha, + 1,000
11. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,030
12. Pol Espargaró, KTM, + 1,239
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,476
14. Jorge Lorenzo, Honda, + 1,513
15. Tito Rabat, Ducati, + 1,682
16. Miguel Oliveira, KTM, + 1,686
17. Karel Abraham, Ducati, + 1,814
18. Maverick Viñales, Yamaha, + 1,830
19. Joan Mir, Suzuki, + 1,865
20.
Danilo Petrucci, Ducati, + 1,941
21. Francesco Bagnaia, Ducati, + 2,048
22. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,852

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