MotoGP

Jorge Lorenzo kann bei Honda nicht glücklich sein

Von - 06.05.2019 00:03

Repsol-Honda-Neuzugang Jorge Lorenzo blieb im MotoGP-Rennen in Jerez de la Frontera als Zwölfter glanzlos und musste sich auch HRC-Testpilot Stefan Bradl deutlich geschlagen geben.

Der dreifache MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo (31) hat in Jerez als Yamaha-Werksfahrer überschwängliche Siege gefeiert. Diesmal kam der Mallorquiner nur als Zwölfter an und musste sich noch dazu HRC-Testfahrer Stefan Bradl (29) beugen. Lorenzo fehlten im Ziel fünf Sekunden auf den Zahlinger und 18,4 sec auf Sieger und Teamkollege Marc Marquez.

Lorenzo kam als 14. aus der ersten Runde zurück und wurde in Umlauf 2 von Stefan Bradl überholt. «Ich kann nicht glücklich sein über mein Rennen. Klar, ich kann auch nicht enthusiastisch sein», stellte Lorenzo nach dem 300. MotoGP-Rennen der Geschichte fest, bei dem Marquez seinen 46. MotoGP-Sieg feierte. «Natürlich werde ich weitermachen – mit dem Wunsch und dem Vertrauen, dass wir mehr Speed finden. Am Montag haben wir einen wichtigen Test, ich bleibe positiv. Das ist die einzige Mentalität, die ich jetzt an den Tag lege.»

Lorenzo hatte zudem einen Crash im Qualifying zu verzeichnen, was ihm am Ende auf dem Grid nur P11 einbrachte. «Mit einem Start aus den ersten beiden Reihen hätte ich mehr freie Bahn gehabt und wäre in den ersten paar Runden schneller gewesen. Aber die Wahrheit ist, als ich alleine auf Platz 13 oder 14 war, hatte ich keine gute Pace. Ich habe mich auf dem Motorrad nicht wohlgefühlt und war langsam. Wenn man schnell ist, kann man Zeit und Positionen gutmachen, ich konnte es nicht. Ich war nicht konkurrenzfähig.»

Im Detail erklärte Lorenzo: «Ich habe speziell am Kurveneingang Probleme. Ich habe immer noch keine Unterstützung, das Motorrad transferiert zu viel Gewicht auf den Vorderreifen. Es ist für mich schwierig, soviel Energie in den Armen zu finden. Wir müssen eine Lösung für dieses Problem auftreiben. Uns fehlt etwas, das wir nicht kennen. Und sicher auch beim Chassis oder der Motorbremse, das verursacht die Unsicherheit am Kurveneingang. Dadurch verliere ich viel Zeit im Vergleich zu Crutchlow, Nakagami und natürlich Marc. Wenn wir das nicht lösen, werden wir nicht schneller.»

Lorenzo wirkte gefasst, aber auch niedergeschlagen: «Ich kann sicher meinen Stil ein wenig verändern, jedes Mal wenn ich fahre, lerne ich etwas. Mein Gesicht sieht nicht glücklich aus, das könnt ihr sehen. Es hat einen Grund: Ein solches Rennen mag ich nicht, ich habe alles gegeben und konnte nicht schneller. Ich mag weder die Position, noch die Situation. Ich glaube, ich bin ein Champion. Und Champions kämpfen, um eine Lösung zu finden – ich werde eine Lösung finden.»

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«Ich bin ein Champion», sagt Jorge Lorenzo © Gold & Goose «Ich bin ein Champion», sagt Jorge Lorenzo
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