Cal Crutchlow: Schmerzen – keine Zeit für Knöchel-OP

Von Ivo Schützbach
MotoGP

Über ein halbes Jahr nach seinem verheerenden Unfall beim MotoGP-Rennen in Australien hat Cal Crutchlow aus dem Team LCR Honda nach wie vor große Probleme mit seinem rechten Fuß.

Was Cal Crutchlow seit seinem Crash im zweiten freien Training auf Phillip Island Ende Oktober 2018 erleiden musste, spottet jeder Beschreibung. Der Engländer stürzte damals in Kurve 1 mit rund 260 km/h und zerschmetterte seinen rechten Innenknöchel, das Sprungbein und das Distalende des Schienbeins.

Anfang Februar saß er in Malaysia zum ersten Mal wieder auf dem Motorrad, beim Saisonstart Anfang März in Katar brauste der Engländer auf Platz 3!

In der Weltmeisterschaft liegt Crutchlow nach 4 von 19 Rennen vor Le Mans am kommenden Wochenende mit 27 Punkten auf Gesamtrang 9. Beim Fahren merkt man es ihm nicht an, aber schmerzfrei ist der 33-Jährige nicht.

Das Sprungbein war in 17 Teile zerbrochen, die große Metallplatte auf der Rückseite des Knöchels stößt fast durch die Hautoberfläche. Insgesamt befindet sich fast ein Kilogramm Leichtmetall in seinem Knöchel.

«Ich habe jetzt mehr Probleme mit dem Knöchel und den Nerven im Fuß, als zu Saisonbeginn», erzählte Crutchlow. «Mit den Ärzten sprach ich schon darüber, das Metall zu entfernen – wahrscheinlich aber erst zum Ende des Jahres.»

Sein Problem: Traditionell ist am Dienstag und Mittwoch nach dem letzten Rennen der Saison Ende November der Test in Valencia, danach wird es einen weiteren in Jerez geben.

«Letztes Jahr waren sich alle Fahrer bis auf Tito Rabat einig, dass sie nach der Saison in Urlaub wollen, jetzt müssen wir auch noch in Jerez fahren», schimpfte Crutchlow. «Ich will ins Krankenhaus, um mich operieren zu lassen, dafür brauche ich zehn Tage frei, ich muss aber testen. Die Fahrer waren sich einig, die Teams haben uns aber überstimmt. Wir werden alle unsere Teams darum bitten nicht zu testen, aber das wird nicht passieren.»

Die Teams betonen, dass die beiden Tests zum Ende des Jahres die wichtigsten sind, um sich auf die nächste Saison vorzubereiten. «Dann sollen sie die Testpiloten fahren lassen. Was würde das mehr kosten? 300, 400, 500 Tausend Euro?», grübelte Crutchlow. «Sie sollen fahren, dafür werden sie bezahlt.»

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