Marcel Hirscher: Nach Rücktritt bald im Motorsport?

Von Johannes Orasche
MotoGP
Marcel Hirscher auf dem MotoGP-Bike in Spielberg

Marcel Hirscher auf dem MotoGP-Bike in Spielberg

Ski-Ikone Marcel Hirscher verkündete am Mittwoch in Salzburg erwartungsgemäß seinen Rücktritt und lässt nun die Motorradsport-Welt hoffen. Im Juli saß er schon auf einem MotoGP-Bike von KTM.

Nach 67 Einzel-Weltcup-Siegen, acht Siegen im Gesamtweltcup in Folge, zweimal Olympia-Gold und sieben WM-Titeln erklärte Marcel Hirscher am Mittwoch in der «Lounge 5» im Gusswerk in Salzburg den Rücktritt vom aktiven Ski-Rennsport. ORF und ServusTV übertrugen für den gesamten deutschsprachigen Raum die Pressekonferenz zur Primetime live.

«Ich bin froh, dass ich hier gesund rausgehen, mit meinem Sohn Fußball spielen und für mich selbst zum Motocrossen gehen kann», erklärte der 30-Jährige sichtbar erleichtert. Schnell begann das Rätselraten um seine Zukunft. Hirscher bestätigte nach dem offiziellen Teil im kleinen Kreis später noch: «Es könnt schon etwas im Motorsport sein. Auf jeden Fall etwas mit Wettbewerb. Der Kampf im Hundertstelsekunden hat mich immer begeistert.»

Der Salzburger hatte vergangene Woche in Spielberg gemeinsam mit Dakar-Sieger und Kumpel Matthias Walkner seinen dritten Tag auf einer Moto2-Maschine absolviert. Im Juli durfte er auf dem Red Bull Ring unter der Anleitung von Johann Zarco und Gustl Auinger sogar eine MotoGP-KTM RC16 steuern. Red Bull-Sponsorship-Manager Thomas Überall war übrigens einer der interessierten Gäste bei der Abschieds-Pressekonferenz von Hirscher am Mittwochabend im Gusswerk.

Hirschers Königs-Abenteuer wäre aber vorerst ein Start bei der Dakar-Rallye. Den Plan, dort auf zwei Rädern anzutreten, hat der Salzburger aber zumindest nach außen hin mittlerweile wieder verworfen: «Nach all den Geschichten, die mir der Matthias davon schon erzählt hat, werde ich das nicht machen.» Eine andere Option wäre für ihn jedoch ein Dakar-Start auf vier Rädern in einem Rallyefahrzeug.

Zur Erinnerung: Hirscher fährt nicht nur selbst gerne Motocross, vorzugsweise in der X-Bowl in der Nähe von Golling. Sein Vater Ferdinand, der als genialer Tüftler gilt, war einst selbst als Crosser aktiv und hat vor mehr als zehn Jahren in den Sommermonaten auch Walkner in dessen Cross-Ära betreut und zum Gewinn der MX3-Weltmeisterschaft geführt.

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