MotoGP

Pol Espargaró (KTM): Welchen Plan Pedrosa verfolgt

Von Nora Lantschner - 12.09.2019 16:53

Pol Espargaró freut sich auf den Misano-GP. Der Red Bull-KTM-Werksfahrer blickt auf den Test zurück und spricht über die Arbeit von Dani Pedrosa: «Es ist gut, von ihm zu lernen.»

«In Misano war ich in der Vergangenheit schnell, in der Moto2-Klasse habe ich hier gewonnen. Es ist schön hier, viele italienische 'Tifosi' kommen für Valentino [Rossi] her, man spürt eine große Leidenschaft für den Motorsport, die Ränge sind immer voll und die Temperaturen sind hoch – es ist schön, hier zu fahren», schwärmte Pol Espargaro, der in Misano 2013 die Moto2-Klasse für sich entschied.

Vor zwei Wochen waren die MotoGP-Asse schon für Testfahrten auf dem «Misano World Circuit Marco Simoncelli» zu Gast. «In den Tests lief es nicht schlecht. Wir waren auf einer Runde sicher nicht die Schnellsten, aber wir haben auch diesen extra-weichen Reifen nicht ausprobiert. Wir hatten sehr, sehr viel Arbeit zu tun, für KTM und mich machte es keinen Sinn, einen Reifen für eine Runde auszuprobieren. Wir hatten so viel zu tun, dass wir keine halbe Stunde Zeit hatten, um den Reifen zu testen», erzählte der 28-jährige Spanier.

«Die Pace war nicht schlecht, ich bin aber nicht wirklich sicher, was wir und alle anderen beim Test gezeigt haben. Es ist schon passiert, dass wir einen Test hatten und dann am Rennwochenende alles anders war. Vor allem weil hier beim Test kein Abrieb auf der Strecke war. Das war ein Problem, mit wenig Grip im Kurveneingang, es gab viele Stürze. Vielleicht verändert sich die Strecke mit dem Abrieb der Moto2 und Moto3 ziemlich stark. Wir werden eine andere Situation vorfinden, was gut ist. Wir werden uns also wieder anpassen müssen. Der Beste wird gewinnen», fasste der jüngere der Brüder Espargaró zusammen. 

«Was wir im Test gemacht haben, war aber gut. Wir haben viele Dinge getestet und ich glaube, dass wir an diesem Wochenende ein gutes Ergebnis anstreben können», unterstrich der Red Bull-KTM-Werksfahrer.

Beim österreichischen Hersteller stand beim Misano-Test das Chassis im Mittelpunkt: «Es waren vielleicht keine großen Dinge, aber es war interessant. Es ging immer um den Bereich Chassis, um das Turning zu verbessern. Und vor allem hier in Misano auch darum, das Gefühl mit wenig Grip am Vorderrad zu verbessern. Wenn ich schnell bin, ist es normalerweise so, weil ich ziemlich spät bremsen und die Vorderradbremse gut nutzen kann. Hier hatte ich damit ziemlich Mühe. Wir haben in dem Bereich viel getestet», erzählte Pol.

Das Chassis für das anstehende Rennwochenende stehe aber zu 100 Prozent fest. «Es ging beim Test mehr um die Zukunft, um das Bike für nächstes Jahr – das Dani [Pedrosa] testet. Er testet all diese Dinge und sie geben dann mir die Teile, um zu bestätigen, ob ich sie mag oder nicht. Ich war glücklich, weil alles, was Dani entwickelt und getestet hat, für mich funktioniert hat. Das war schön, dass das Bike schon funktioniert. Wir werden hier aber weiterhin das Motorrad verwenden, das wir schon in den letzten Rennen gefahren sind, mit kleinen Updates.»

«Dani verfolgt im Moment einen anderen Plan», erklärte Espargaró. «Es ist zwar gut mit ihm zu testen, um die Rundenzeiten und die Daten zu vergleichen, aber wir haben zwei total unterschiedliche Bikes getestet, deshalb waren Vergleiche schwierig. Es ist aber immer gut, von Dani zu lernen und ihn an der Strecke zu haben, damit er uns dabei hilft, das Motorrad zu entwickeln und schneller zu sein.»

WM-Stand nach 12 von 19 Grand Prix:

1. Marc Márquez 250. 2. Dovizioso 172. 3. Rins 149. 4. Petrucci 145. 5. Viñales 118. 6. Rossi 116. 7. Miller 94. 8. Quartararo 92. 9. Crutchlow 88. 10. Morbidelli 69. 11. Pol Espargaró 68. 12. Nakagami 62. 13. Mir 39. 14. Aleix Espargaró 33. 15. Bagnaia 29. 16. Iannone 27. 17. Oliveira 26. 18. Zarco 22. 19. Lorenzo 21. 20. Bradl 16. 21. Rabat 14. 22. Pirro 9. 23. Guintoli 7. 24. Syahrin 6. 25. Abraham 5.

Pol Espargaró hatte beim Misano-Test viel zu tun © KTM/Philip Platzer Pol Espargaró hatte beim Misano-Test viel zu tun

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