MotoGP: Ducati-Erfolg kam nicht vom Motor

Marc Márquez (6.): «Habe mit Lorenzo gesprochen»

Von Günther Wiesinger
Ausgerechnet Marc Márquez’ Teamkollege Jorge Lorenzo stand dem Weltmeister beim letzten, entscheidenden FP2-Versuch im Weg. Das ärgerte den 80-fachen GP-Sieger, der sich mit Platz 6 begnügen musste.

Marc Márquez musste sich am Trainingsfreitag auf Phillip Island mit dem sechsten Platz begnügen, und das lag nicht zuletzt auch an seinem Repsol-Honda-Teamkollegen Jorge Lorenzo. Denn dieser stand seinem Landsmann bei seinem letzten schnellen Versuch in der elften Kurve im Weg. Am Ende blieb der Champion deshalb knapp sechs Zehntel langsamer als der Tagesschnellste Maverick Viñales.

Hinterher fasste Márquez zusammen: «Natürlich ist die Position wichtig, aber das Feeling ist es auch und das war ziemlich gut. Damit bin ich zufrieden. Leider hat es auf der letzten Runde nicht geklappt, aber ich hatte einen guten Rhythmus und war besser als erwartet.» Denn er habe bereits damit gerechnet, dass Maverick Viñales auf seiner Yamaha und auch die Suzuki-Fahrer auf Phillip Island stark sein würden.

Und der 80-fache GP-Sieger aus Cervera fügte an: «Trotzdem waren wir nicht weit weg und ich würde sagen, das ist gar nicht so schlecht für den ersten Tag. Nun müssen wir einfach weiter hart arbeiten.»

Mit Blick auf die Szene zum Schluss des zweiten Trainings übte Márquez dann doch noch deutlichere Kritik an seinem Stallgefährten, mit dem es sogar zu einer unliebsamen Berührung kam. Er erzählte: «Ich habe mit Jorge gerade darüber gesprochen, denn wir pflegen als Teamkollegen ein gutes Verhältnis. Natürlich haben wir die Szene diskutiert, denn er war auf einer langsamen Runde unterwegs und ich kam mit viel Tempo an.»

«Klar, es war nur das zweite Training, aber eigentlich ist es auch ein bisschen ein Qualifying, denn es geht darum, den Sprung ins Q2 zu schaffen», betonte der 26-Jährige. «Ich wusste, dass es mein einziger schneller Versuch auf den weichen Reifen war und er war mitten auf der Ideallinie unterwegs. Wir berührten uns leicht, hatten aber Beide Glück, keinen Crash zu erleiden, was wichtig war. Trotzdem ist es klar, dass du nicht mitten auf der Ideallinie unterwegs bist, wenn du langsam fährst.»

MotoGP-Ergebnis, Phillip Island, FP2:

1. Viñales, Yamaha, 1:28,824 min
2. Dovizioso, Ducati, + 0,496 sec
3. Crutchlow, Honda, + 0,501
4. Petrucci, Ducati, + 0,503
5. Miller, Ducati, + 0,520
6. Márquez, Honda, + 0,597
7. Rossi, Yamaha, + 0,612
8. Rins, Suzuki, + 0,648
9. Morbidelli, Yamaha, + 0,894
10. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,967
11. Mir, Suzuki, + 1,051
12. Abraham, Ducati, + 1,173
13.Iannone, Aprilia, + 1,346
14. Bagnaia, Ducati, + 1,602
15. Zarco, Honda, + 1,617
16. Lorenzo, Honda, + 1,882
17. Pol Espargaró, KTM, + 2,035
18. Kallio, KTM, + 2,041
19. Syahrin, KTM, + 2,116
20. Oliveira, KTM, + 2,580
21. Rabat, Ducati, +2,635

Quartararo fehlte nach Crash im FP1

MotoGP-Ergebnis, Phillip Island, FP1:

1. Viñales, Yamaha, 1:38,957
2. Miller, Honda, + 0,147
3. Márquez, Honda, + 0,385
4. Rossi, Yamaha, + 0,928
5. Petrucci, Ducati, + 0,953
6. Morbidelli, Yamaha, + 1,363
7. Quartararo, Yamaha, + 1,618
9. Pol Espargaró, KTM, + 1,630
10. Dovizioso, Ducati, + 1,733
11. Abraham, Ducati, + 1,842
12. Rins, Suzuki, + 1,903
13. Zarco, Honda, + 2,095
14. Crutchlow, Honda, + 2,116
15. Mir, Suzuki, + 2,161
16. Bagnaia, Ducati, + 2,223
17. Syahrin, KTM, + 2,414
18. Lorenzo, Honda, + 3,001
19. Kallio, KTM, + 3,349
20. Rabat, Ducati, + 4,590
21. Iannone, Aprilia, + 4,822
22. Aleix, Espargaró, Aprilia, + 5,191

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