Phillip Island: Heftiger Wind verhindert MotoGP-Quali

Von Nora Lantschner
Das FP4 auf Phillip Island endete mit einer roten Flagge, nach einem Meeting der Safety Commission stand fest: Am Samstag findet kein MotoGP-Qualifying statt.

Am Samstag war der Phillip Island Grand Prix Circuit zwar nicht nass, aber starker Wind sorgte für große Probleme. Wegen der Bedingungen auf der Strecke wurde das FP4 der MotoGP-Klasse 12:53 min vor Schluss mit roter Flagge abgebrochen. Ein Meeting der Safety Commission wurde einberufen, die Fahrer berieten sich mit der Race Direction. Nach einigen Minuten war klar: Die noch ausstehenden Sessions des Samstags werden gestrichen.

Tech3-KTM-Pilot Miguel Oliveira war zuvor im FP4 nach zehn Minuten beim Anbremsen von Turn 1 bei hohem Speed schwer gestürzt – wohl wegen des Windes. Der Portugiese kam jüngsten Informationen zufolge glücklicherweise ohne schwere Verletzungen davon.

Die Bedingungen sollen am Sonntagmorgen erneut bewertet werden, dann soll das Wetter besser sein und das Q1 und Q2 der MotoGP-Klasse nachgeholt werden. Die Fahrer könnten sich aber dagegen aussprechen. Maverick Viñales warnte: «Ein Qualifying um 9.30 Uhr ist wegen der niedrigen Temperaturen zu gefährlich.»

Findet auch am Sonntag kein Qualifying statt, wird voraussichtlich das Gesamtergebnis nach dem FP3 für die Startaustellung ausschlaggebend sein.

Das April-Wetter auf Phillip Island ist kein neues Problem. Am Donnerstag hatte strahlender Sonnenschein noch für bis zu 35 Grad gesorgt, am Freitag folgte der Wetterumschwung und ein Temperatursturz auf 14 Grad. Die Fahrer plädieren seit Jahren für einen Termin im März oder April, aber das ist aufgrund des traditionellen Formel-1-GP-Auftakts nicht möglich. Außerdem wurde auf Phillip Island einmal im April der zweite Superbike-WM-Lauf wegen Hochwassers abgesagt. «Seit 15 Jahren fahre ich hier, aber ich habe noch nie drei schöne Tage hintereinander erlebt», beschwerte sich Aleix Espargaró.

MotoGP-Ergebnis, Phillip Island, kombinierte Zeitenliste nach FP3:

1. Viñales, Yamaha, 1:28,824 min
2. Dovizioso, Ducati, + 0,496 sec
3. Crutchlow, Honda, + 0,501
4. Petrucci, Ducati, + 0,503
5. Miller, Ducati, + 0,520
6. Márquez, Honda, + 0,597
7. Rossi, Yamaha, + 0,612
8. Rins, Suzuki, + 0,648
9. Morbidelli, Yamaha, + 0,894
10. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,967
11. Mir, Suzuki, + 1,051
12. Abraham, Ducati, + 1,173
13. Iannone, Aprilia, + 1,346
14. Bagnaia, Ducati, + 1,602
15. Zarco, Honda, + 1,617
16. Lorenzo, Honda, + 1,882
17. Pol Espargaró, KTM, + 2,035
18. Kallio, KTM, + 2,041
19. Syahrin, KTM, + 2,116
20. Oliveira, KTM, + 2,580
21. Rabat, Ducati, +2,635
22. Quartararo, Yamaha, + 4,020

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