Johann Zarco (9.): «Wollte Valentino Rossi schnappen»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Johann Zarco

Johann Zarco

Johann Zarco schaffte es in Malaysia direkt ins Q2, dort drehte der Franzose aus dem LCR-Team auf der 2018er-Honda die neuntschnellste Runde. Hinterher übte sich der bei KTM entlassene Nakagami-Ersatz in Selbstkritik.

Nachdem Johann Zarco das Qualifying auf dem Sepang International Circuit als Neunter beendet hatte, zog der Franzose Bilanz. Der 29-Jährige, der auf der 2018er-Honda des LCR-Teams als Ersatz für Takaaki Nakagami unterwegs ist, gestand: «Es war nicht einfach. Die letzte Runde war interessant, denn ich folgte Valentino Rossi, der eine gute Referenz war. Ich wollte ihn schnappen.»

Doch dabei unterlief dem bei KTM entlassenen MotoGP-Star aus Cannes ein Fehler. «Die letzte Kurve habe ich nicht ganz perfekt hinbekommen, sonst hätte ich es vielleicht sogar geschafft, das waren wohl die ein, zwei Zehntel, die auf seine Zeit gefehlt hatten», seufzte er. Genau genommen waren es 0,139 sec, die Zarco vom neunfachen Weltmeister auf Platz 6 trennten.

Der 16-fache GP-Sieger durfte sich dennoch freuen. «Mal schauen, was vom neunten Startplatz aus möglich ist. Mein Motor ist ziemlich stark, und das werde ich natürlich nutzen und versuchen, an den Anderen vorbeizukommen. Langsam fügt sich alles, ich spüre das Bike sehr viel besser und kann es nun auch besser einsetzen, auch wenn ich das Gefühl habe, dass es noch besser gehen kann. Aber in Kombination mit der Strecke, auf der ich in der Vergangenheit bereits einige Erfolge hatte feiern können, gibt mir das Feeling fürs Motorrad das Gefühl, dass es hier gut laufen wird», machte er sich Mut.

Und Zarco schilderte: «Am Morgen fielen einige Regentropfen, deshalb war es nicht einfach, das Vertrauen zu finden. Aber mein Feeling für die Front ist besser geworden und das hilft mir, mehr Kontrolle über das Bike zu haben. Wir müssen aber noch arbeiten, um am Kurvenausgang eine bessere Kontrolle über den Hinterrad-Grip zu haben.»

MotoGP-Ergebnis, Sepang, Q2:

1. Quartararo, Yamaha, 1:58,303 min
2. Viñales, Yamaha, + 0,103 sec
3. Morbidelli, Yamaha, + 0,129
4. Miller, Ducati, + 0,422
5. Crutchlow, Honda, + 0,648
6. Rossi, Yamaha, + 0,697
7. Rins, Suzuki, + 0,787
8. Petrucci, Ducati, + 0,794
9. Zarco, Honda, + 0,836
10. Dovizioso, Ducati, + 0,870
11. Márquez, Honda, + 0,875
12. Bagnaia, Ducati, + 1,337

Die weitere Startaufstellung:

13. Mir, Suzuki
14. Aleix Espargaró, Aprilia
15. Pol Espargaró, KTM
16. Abraham, Ducati
17. Iannone, Aprilia
18. Lorenzo, Honda
19. Kallio, KTM
20. Syahrin, KTM

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