Jack Miller (Ducati): «Lorenzo ist eine Legende»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Jack Miller ist immer für einen Kommentar gut

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Jack Miller (Pramac Ducati) zollte dem fünffachen Weltmeister Jorge Lorenzo Respekt und sprach in Valencia darüber, wie schwierig es in der heutigen MotoGP-WM ist, den Hersteller zu wechseln.

«Hoffentlich bleibt es trocken, ich glaube, im Vorjahr hatten wir nicht eine trockene Session», meinte Jack Miller in Valencia, wo am Donnerstag schon einige Regentropfen vom bewölkten Himmel fielen.

23 Punkte liegt der Pramac-Ducati-Pilot im Kampf um den Titel des besten Independent-Team-Fahrers hinter Fabio Quartararo (Petronas Yamaha). Kann er den Senkrechtstarter der Saison trotzdem noch abfangen? «Wenn wir an diesem Wochenende gewinnen, dann schon», schmunzelte er. «Es ist ein weiter Weg, aber wir werden es versuchen. Ich habe lange nicht darüber nachgedacht. Ich konzentriere mich einfach auf das, was ich tun muss, und versuche das bestmögliche Wochenende zu zeigen. Alles kann hier in Valencia passieren.»

In Valencia beherrscht am Donnerstag ein Thema das Fahrerlager: Um 15 Uhr steht eine außerordentliche Pressekonferenz von Jorge Lorenzo an: Der 32-jährige Mallorquiner wird nach einer katastrophalen Saison auf der RC213V seinen Rücktritt verkünden. «Er ein fünffacher Champion, er ist eine Legende. Der Kerl ist in dieser Ära der Einzige, der Marc geschlagen hat», zollte ihm Miller Respekt. «Aber er hatte Mühe. In der MotoGP-WM ist es heute hart, von einem Hersteller auf den nächsten zu springen.»

Härter als in der Vergangenheit? «Es ist anders. Du brauchst zwei oder drei Jahre – und wenn du in deinen 30ern bist, dann ist das eine lange Zeit. Wenn du nicht Valentino Rossi heißt», ergänzte der Australier, wurde dann aber schnell wieder ernst. «Das größte Ding ist zu verstehen, wie die Reifen mit dem Motorrad funktionieren, wie das Bike an sich funktioniert. Du kannst das im Wintertest nicht tun, du brauchst dazu Rennen.»

Würden sich durch den Rücktritt von Lorenzo neue Chancen im Hinblick auf den Fahrermarkt für 2021 auftun? «Es ändert für mich nichts, mein Hauptziel ist das Ducati-Werksteam», entgegnete der 24-Jährige.

MotoGP-WM-Stand nach 18 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 395 (Weltmeister). 2. Dovizioso 256. 3. Viñales 201. 4. Rins 194. 5. Petrucci 176. 6. Quartararo 172. 7. Rossi 166. 8. Miller 149. 9. Crutchlow 133. 10. Morbidelli 115. 11. Pol Espargaró 94. 12. Mir 83. 13. Nakagami 74. 14. Aleix Espargaró 56. 15. Bagnaia 54. 16. Iannone 43. 17. Oliveira 33. 18. Zarco 30. 19. Lorenzo 25. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Syahrin 8. 24. Guintoli 7. 25. Abraham 7. 26. Kallio 3.

Konstrukteurs-WM nach 18 von 19 Rennen:
1. Honda 401. 2. Ducati 302. 3. Yamaha 301. 4. Suzuki 223. 5. KTM 105. 6. Aprilia 81.

Team-WM nach 18 von 19 Rennen:
1. Ducati Team 432. 2. Repsol Honda Team 430. 3. Monster Energy Yamaha 367. 4. Petronas Yamaha SRT 287. 5. Team Suzuki Ecstar 281. 6. LCR Honda 210. 7. Pramac Racing 203. 8. Red Bull KTM Factory Racing 124. 9. Aprilia Racing Team Gresini 99. 10. Red Bull KTM Tech3 41. 11. Reale Avintia Racing 25.

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