Jorge Lorenzo: «Ich muss mit Yamaha über 2021 reden»

Von Oliver Feldtweg
MotoGP
Yamaha-Testfahrer Jorge Lorenzo im Februar in Sepang

Yamaha-Testfahrer Jorge Lorenzo im Februar in Sepang

Jorge Lorenzo darf in diesem Jahr für Yamaha kein Wildcard-Rennen bestreiten – wegen Corona. Der MotoGP-Testfahrer plant auch kein Comeback als Stammfahrer. Aber einen neuen Testvertrag kann er sich vorstellen.

Jorge Lorenzo hat beim WM-Finale 2019 in Valencia seinen Rücktritt vom Rennsport erklärt. Auf Basis dieser weitreichenden Entscheidung zeigte sich HRC bereit, den Zwei-Jahres-Vertrag mit dem fünffachen Weltmeister und 68-fachen GP-Sieger aufzulösen. Aber kaum drei Monate später saß der Mallorquiner in Sepang schon wieder auf einer MotoGP-Maschine – als neuer Testfahrer von Yamaha Motor Racing.

Der frühere Repsol-Honda-Teammanager Livio Suppo sagte kürzlich, er hätte zu einer Zeit so einen Transfer verhindert und Lorenzo für 2020 eine Konkurrenz-Ausschlussklausel unterschreiben lassen.

Die aktuelle HRC-Teamführung hingegen ließ sich durch die scheinheiligen Beteuerungen von Lorenzo («Ich habe nach dem schweren Unfall in Assen meine Motivation nicht mehr gefunden») und gab den Spanier ohne vertragliche Einschränkungen frei.

Eigentlich wollte der inzwischen 33 Jahre alte Lorenzo in diesem Jahr sogar den WM-Lauf in Barcelona-Catalunya mit einer Wildcard bestreiten, auch Misano hatte er ins Auge gefasst.

Und da jetzt alle Wildcard-Einsätze für 2020 gestrichen wurden, beschäftigt sich der Teilzeit-Rennfahrer bereits mit der Zukunft. Diue Ursache für den Wegfall der Wildcards: Sie werden aus Kostengründen eingespart, außerdem um die Anzahl der Personen im Paddock gering zu halten, auch die kostbaren Boxenplätze spielten dabei eine Rolle. Sie sollen für die Stammfahrer reserviert bleiben.

Der dreifache MotoGP-Weltmeister (2010, 2012 und 2015) verhandelt mit Yamaha bereits über 2021. Bisher weiß Lorenzo nicht, wann er die M1 wieder testen darf. In der zweiten August-Hälfte könnte jedenfalls ein MotoGP-Test in Misano stattfinden.

Lorenzo bedauerte im Interview mit der spanischen Tageszeitung «AS», dass er sich jetzt monatelang nicht auf die Werks-Yamaha YZR M1 schwingen kann. «Wir hatten den Barcelona-GP für mein Renncomeback ausgewählt. Aber auch Misano oder Motegi wären gute Schauplätze für meine Rückkehr gewesen», stellte der Yamaha-Edeltester fest. «Jetzt müssen wir uns mit Yamaha unterhalten und abklären, ob wir unsere Zusammenarbeit mit dem Testteam 2021 fortsetzen.»

Eine Rückkehr als Stammfahrer plant Jorge Lorenzo vorläufig nicht. «Im Moment ist das keine Option, die ich im Kopf habe. Eine Saison als Stammfahrer ist etwas, das ich als unwahrscheinlich bezeichnen würde.»

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