Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Fabio Quartararo (18.): Reifendruck außer Kontrolle

Von Maximilian Wendl
Fabio Quartararo konnte Stefan Bradl nicht hinter sich halten

Fabio Quartararo konnte Stefan Bradl nicht hinter sich halten

Fabio Quartararo ist seine WM-Führung los. Im MotorLand Aragón kam der Yamaha-Pilot nicht über P18 hinaus. Der Grund: Der Reifendruck im Vorderreifen geriet außer Kontrolle und bremste Quartararo ein.

Fabio Quartararo erlebte in Aragón einen Sonntagnachmittag zum Vergessen. Die WM-Führung ist er nach seinem enttäuschenden 18. Platz im MotorLand auch los. Schuld daran war der Druck im Vorderreifen, bestätigt der Yamaha-Pilot: «Er ist außer Kontrolle geraten. Das hat sich merkwürdig angefühlt. Ich denke, wir hätten den Speed gehabt, um unter die Top 5 zu fahren, aber das war mit diesem Problem unmöglich.»

Bis zur dritten Runde lief noch alles planmäßig, dann veränderte sich die Situation. «Das Motorrad war nicht mehr fahrbar. Das war ein Rennen, in dem ich zum ersten Mal nichts gelernt habe und jetzt müssen wir eine Lösung finden», sagte der Franzose, der von der Pole-Position startete und immer weiter durchgereicht wurde. Sein Abflug im dritten Freien Training, bei dem er sich an der Hüfte verletzt hatte, war derweil kein Problem mehr, bestätigte Quartararo.

Sein großes Glück ist die Tatsache, dass mit Alex Rins und Danilo Petrucci zuletzt zwei Piloten gewannen, die nicht zum Kreis der Titelanwärter gehören. «Natürlich ist das gut. Auch, dass Alex Márquez noch vor Joan Mir ins Ziel gekommen ist, hilft ebenfalls. Es hätte noch viel schlechter laufen können. Für mich war es ein hartes Rennen und ich weiß nicht, warum es so lief.»

Hat sich durch die Veränderung in der Tabelle die Drucksituation verändert? Quartararo sagt: «Nein, ich fühle mich gut. Der Druck liegt ohnehin mehr auf den Werksfahrern. Es ist erst mein zweites Jahr in der MotoGP.»

Dennoch würde er sich natürlich gerne mit dem WM-Titel in Richtung Yamaha-Werksteam verabschieden. Um das zu schaffen, muss er aber die starken Suzuki-Piloten einbremsen. «Sie sind schnell, aber wir können mit ihnen kämpfen. Wir müssen das Problem für nächste Woche beheben und in Valencia sollten wir dann wieder schnell sein», blickt Quartararo optimistisch nach vorne.

Ergebnis, MotoGP-Rennen, Aragón (18.10.):

1. Rins, Suzuki, 41:54,391 min
2. Alex Márquez, Honda, + 0,263 sec
3. Mir, Suzuki, + 2,644
4. Viñales, Yamaha, + 2,880
5. Nakagami, Honda, + 4,570
6. Morbidelli, Yamaha, + 4,756
7. Dovizioso, Ducati, + 8,639
8. Crutchlow, Honda, + 8,913
9. Miller, Ducati, + 9,390
10. Zarco, Ducati, + 9,617
11. Binder, KTM, + 13,200
12. Pol Espargaró, KTM, + 13,689
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 14,598
14. Lecuona, KTM, + 15,291
15. Petrucci, Ducati, + 15,941
16. Oliveira, KTM, + 18,284
17. Bradl, Honda, + 20,136
18. Quartararo, Yamaha, + 21,498
19. Smith, Aprilia, + 25,300
20. Rabat, Ducati, + 25,558

Fahrer-WM-Stand nach 10 von 14 Rennen:

1. Mir, 121 Punkte. 2. Quartararo 115. 3. Viñales 109. 4. Dovizioso 106. 5. Nakagami 92. 6. Morbidelli 87. 7. Rins 85. 8. Miller 82. 9. Pol Espargaró 77. 10. Oliveira 69. 11. Binder 67. 12. Alex Márquez 67. 13. Petrucci 65. 14. Rossi 58. 15. Zarco 53. 16. Bagnaia 42. 17. Aleix Espargaró 27. 18. Crutchlow 21. 19. Lecuona 20. 20. Smith 11. 21. Bradl 8. 22. Rabat 8. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM:

1. Yamaha 183. 2. Ducati 160. 3. Suzuki. 4. KTM 130. 5. Honda 112. 6. Aprilia 35.

Team-WM:

1. Team Suzuki Ecstar 206. 2. Petronas Yamaha SRT, 202 Punkte. 3. Ducati Team 171. 4. Monster Energy Yamaha MotoGP 167. 5. Red Bull KTM Factory Racing 144. 6. Pramac Racing 128. 7. LCR Honda 113. 8. Red Bull KTM Tech3 89. 9. Repsol Honda Team 75. 10. Esponsorama Racing 61. 11. Aprilia Racing Team Gresini 38.

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