Motorensituation nach zehn Rennen: Honda mit Reserven

Von Nora Lantschner
MotoGP
Vier Grand Prix stehen für das MotoGP-Feld noch im Kalender

Vier Grand Prix stehen für das MotoGP-Feld noch im Kalender

Yamaha bereitet die Motorensituation in der MotoGP-Saison 2020 schon lange Sorgenfalten. Vier Rennen vor Schluss haben nun auch Suzuki und Ducati das fünfte Triebwerk in Betrieb genommen.

Ein Großteil der MotoGP-Fahrer muss die verkürzte Corona-Saison 2020 mit maximal fünf Motoren bestreiten, nur die sogenannten «concession teams» – Aprilia und bis zum Saisonende KTM – dürfen pro Fahrer sieben Triebwerke einsetzen.

Falls ein MotoGP-Pilot nicht mit den erlaubten fünf beziehungsweise sieben Triebwerken über die 14 Grand Prix kommt, werden empfindliche Strafen fällig: Es droht für jeden zusätzlichen Motor wahlweise ein Start aus der Boxengasse (5 Sekunden nach dem Erlöschen der Startampel) oder ein «ride through»-Penalty, also eine Boxengasse-Durchfahrtsstrafe.

Pro Grand Prix werden im Schnitt 500 km zurückgelegt, die Motoren werden normalerweise nach 2500 bis 3000 km aus der «Allocation» genommen und revidiert.

Bei Suzuki haben Alex Rins, der achte Sieger der Saison, genauso wie der neue WM-Leader Joan Mir in Aragón am vergangenen Wochenende erstmals den fünften Motor eingesetzt. Genauso handhabte es Ducati für die Werksfahrer Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci sowie Jack Miller und Francesco Bagnaia, die bei Pramac ebenfalls GP20-Maschinen steuern.

Zum Vergleich: Der WM-Zweite Fabio Quartararo (Petronas Yamaha) nahm den fünften Motor schon vor drei Wochen in Catalunya in Betrieb. Bei Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales war das sogar schon beim Andalusien-GP der Fall.

Denn Yamaha hatte gleich zu Beginn der Saison Probleme mit schadhaften Ventilen und musste insgesamt drei Motorschäden hinnehmen. So sind bei Valentino Rossi gar nur noch drei Triebwerke in Betrieb. Die M1 des 41-jährigen Superstars, der positiv auf Covid-19 getestet wurde, bleiben aber auch für den Teruel-GP nur in der Box. Yamaha verzichtet bekanntlich auch am kommenden Rennwochenende darauf, einen Ersatz zu nominieren.

Am besten dasteht von den Herstellern ohne Privilegien Honda, wo vier Grand Prix vor Schluss alle Fahrer noch einen frischen Motor in Reserve haben, Márquez-Ersatz Stefan Bradl sogar deren zwei.

Hersteller ohne Privilegien

Honda:
Alex Márquez (Repsol Honda): 3 verplombt, 1 zurückgezogen
Stefan Bradl/Marc Márquez (Repsol Honda): 2 verplombt, 1 zurückgezogen
Takaaki Nakagami (LCR Honda): 3 verplombt, 1 zurückgezogen
Cal Crutchlow (LCR Honda): 3 verplombt, 1 zurückgezogen

Ducati:
Andrea Dovizioso (Ducati Team): 5 verplombt, 0 zurückgezogen
Danilo Petrucci (Ducati Team): 5 verplombt, 0 zurückgezogen
Jack Miller (Pramac Ducati): 4 verplombt, 1 zurückgezogen
Francesco Bagnaia (Pramac Ducati): 4 verplombt, 1 zurückgezogen
Johann Zarco (Esponsorama Ducati): 3 verplombt, 2 zurückgezogen
Tito Rabat (Esponsorama Ducati): 4 verplombt, 0 zurückgezogen

Yamaha:
Maverick Viñales (Monster Energy Yamaha): 4 verplombt, 1 zurückgezogen
Valentino Rossi (Monster Energy Yamaha): 3 verplombt, 2 zurückgezogen
Fabio Quartararo (Petronas SRT Yamaha): 5 verplombt, 0 zurückgezogen
Franco Morbidelli (Petronas SRT Yamaha): 4 verplombt, 1 zurückgezogen

Suzuki:
Joan Mir (Suzuki Ecstar): 5 verplombt, 0 zurückgezogen
Alex Rins (Suzuki Ecstar): 4 verplombt, 1 zurückgezogen

Hersteller mit «concessions»

KTM:
Brad Binder (Red Bull KTM): 5 verplombt, 1 zurückgezogen
Pol Espargaró (Red Bull KTM): 4 verplombt, 1 zurückgezogen
Iker Lecuona (Tech3 KTM): 3 verplombt, 2 zurückgezogen
Miguel Oliveira (Tech 3 KTM): 4 verplombt, 1 zurückgezogen

Aprilia:
Bradley Smith (Aprilia Racing Gresini): 3 verplombt, 3 zurückgezogen
Aleix Espargaró (Aprilia Racing Gresini): 4 verplombt, 2 zurückgezogen

(Verplombt = in Betrieb genommen und noch in der Allocation;
Zurückgezogen = aus der Allocation entfernt)

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