Texas, FP3: Miller überragend, Marc Márquez Vierter

Von Nora Lantschner
Jack Miller präsentiert sich in Austin bestens aufgelegt

Jack Miller präsentiert sich in Austin bestens aufgelegt

Ducati-Werksfahrer Jack Miller hängte im dritten Freien Training des «Red Bull Grand Prix of the Americas» die gesamte MotoGP-Konkurrenz um mehr als sechs Zehntel ab.

Am Samstagvormittag blieb es in Austin trocken, damit war die Aufgabenstellung für das FP3 klar: Ein Top-10-Platz und damit der direkte Einzug ins Q2 (Beginn 21.35 Uhr MESZ) war das Ziel. Alle MotoGP-Piloten, die sich in der Gesamtwertung aus FP1, FP2 und FP3 auf den Rängen 11 bis 21 klassieren, müssen dagegen ins Qualifying 1 (ab 21.10 Uhr), das ebenfalls 15 Minuten dauert und noch zwei Q2-Tickets vergibt.

Nach zehn Minuten gab es in den Top-10 der kombinierten Zeitenliste noch keine Veränderungen, im FP3-Klassement lag einmal mehr Marc Márquez auf Platz 1: Mit seiner 2:04,839 min blieb er aber noch über seiner eigenen Freitagsbestzeit, einer 2:04,164 min.

Zur Erinnerung: 2019 fuhr der Spanier auf dem 5,513 km langen COTA mit einer 2:03,787 min zum siebten Mal in Folge auf die Pole-Position. Der All-Time-Lap-Record des Repsol-Honda-Stars aus dem Jahr 2015, eine 2:02,135 min, dürfte aufgrund des unebenen Streckenbelags auch in diesem Jahr außer Reichweite sein.

Die Bodenwellen brachten die MotoGP-Asse sichtlich in Schwierigkeiten: Pramac-Ducati-Pilot Johann Zarco etwa wurde zunächst in Kurve 10 und dann auch noch zwischen Turn 2 und 3 durchgeschüttelt.

Suzuki-Ass Joan Mir hatte ebenfalls Mühe, seine GSX-RR zu bändigen. Der Weltmeister packte schon kurz vor der Halbzeit der 45-minütigen Session einen frischen Soft-Hinterreifen aus und schob sich als Zehnter knapp in die vorläufigen Q2-Plätze. Die nächste Zeitattacke startete LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami, der mit 2:03,739 min die neue Richtzeit setzte. Sein Teamkollege Alex Márquez dagegen stürzte in Kurve 1.

Als noch 15 Minuten auf der Uhr standen, verbesserte sich Red Bull-KTM-Werksfahrer Miguel Oliveira im Vergleich zum Freitag (Sturz in FP2) deutlich und machte einen Sprung auf Platz 6 der kombinierten Zeitenliste.

Mit seiner ersten fliegenden Runde auf Soft-Hinterreifen übernahm Ducati-Werksfahrer Jack Miller in 2:03,549 min die Spitze der Zeitenliste. WM-Leader Fabio Quartararo (Yamaha) und der bisher letzte Texas-GP-Sieger Alex Rins (Suzuki) reihten sich auf den Rängen 3 und 5 ein.

Acht Minuten vor Schluss stürzte Aleix Espargaró schon auf seiner Out-Lap in Kurve 12. Es ist das bisher schwiergste Wochenende in der Saison des Aprilia-Werksfahrers.

Im Finish wurde das Klassement noch einmal kräftig aufgemischt, Luca Marini flog allerdings in Kurve 2 ab. Neben dem Avintia-VR46-Rookie war MotoGP-Rückkehrer Andrea Dovizioso der einzige Fahrer, der seine persönliche Freitagsbestzeit im FP3 nicht mehr verbessern konnte.

Miller dagegen zeigte eine Minute vor Schluss eine überragende 2:02,923 min. Damit war er ganze acht Zehntel schneller als Rins, der sich ebenfalls gesteigert hatte. Den zweiten Platz musste der Jungvater aber noch an Nakagami abtreten. Auch der Japaner blieb mit 0,679 sec deutlich hinter dem Australier zurück.

Dahinter komplettierten Marc Márquez und Zarco die Top-5. Red Bull-KTM-Ass Brad Binder krallte sich im letzten Versuch noch ein Q2-Ticket, Valentino Rossi verbesserte sich immerhin auf Rang 15.

MotoGP, Austin, kombinierte Zeiten nach FP3 (2. Oktober):

1. Miller, Ducati, 2:02,923 min
2. Nakagami, Honda, + 0,679 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,804
4. Marc Márquez, Honda, + 0,881
5. Zarco, Ducati, + 0,900
6. Quartararo, Yamaha, + 0,944
7. Pol Espargaró, Honda, + 1,097
8. Binder, KTM, + 1,117
9. Bagnaia, Ducati, + 1,202
10. Martin, Ducati, + 1,274
11. Oliveira, KTM, + 1,337
12. Bastianini, Ducati, + 1,504
13. Mir, Suzuki, + 1,571
14. Morbidelli, Yamaha, + 1,587
15. Rossi, Yamaha, + 1,937
16. Lecuona, KTM, + 1,967
17. Marini, Ducati, + 2,010
18. Dovizioso, Yamaha, + 2,214
19. Alex Márquez, Honda, + 2,616
20. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,635
21. Petrucci, KTM, + 3,127

MotoGP, Austin, FP3:

1. Miller, Ducati, 2:02,923 min
2. Nakagami, Honda, + 0,679 sec
3. Rins, Suzuki, + 0,804
4. Marc Márquez, Honda, + 0,881
5. Zarco, Ducati, + 0,900
6. Quartararo, Yamaha, + 0,944
7. Pol Espargaró, Honda, + 1,097
8. Binder, KTM, + 1,117
9. Bagnaia, Ducati, + 1,202
10. Martin, Ducati, + 1,274
11. Oliveira, KTM, + 1,337
12. Bastianini, Ducati, + 1,504
13. Mir, Suzuki, + 1,571
14. Morbidelli, Yamaha, + 1,587
15. Rossi, Yamaha, + 1,937
16. Lecuona, KTM, + 1,967
17. Dovizioso, Yamaha, + 2,387
18. Alex Márquez, Honda, + 2,616
19. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,635
20. Marini, Ducati, + 3,005
21. Petrucci, KTM, + 3,127

Moto3, Austin, kombinierte Zeiten nach FP3 (2. Oktober):

1. Masia, KTM, 2:16,357 min
2. Nepa, KTM, + 0,186 sec
3. Foggia, Honda, + 0,229
4. Antonelli, KTM, + 0,256
5. Artigas, Honda, + 0,287
6. Fenati, Husqvarna, + 0,308
7. Alcoba, Honda, + 0,362
8. Migno, Honda, + 0,363
9. Salac, KTM, + 0,384
10. Öncü, KTM, + 0,508
11. Acosta, KTM, + 0,565
12. Guevara, GASGAS, + 0,650
13. Sasaki, KTM, + 0,700
14. Suzuki, Honda, + 0,923

Ferner:
20. Kofler, KTM, + 1,290

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