Suzuki-Testchef Brivio: «Für den Moment glücklich»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP
Suzuki-Testteamchef Davide Brivio im Gespräch mit einem Bridgestone-Techniker

Suzuki-Testteamchef Davide Brivio im Gespräch mit einem Bridgestone-Techniker

Der erste von drei Testtagen in Spanien verlief für das MotoGP-Projekt von Suzuki erfreulich. Davide Brivio erklärt, warum die Rückkehr aber erst 2015 erfolgt.

Davide Brivio war als Teammanager bei Yamaha jahrelang an der Seite von Valentino Rossi gewesen, als Berater blieb er dem Superstar bis heute verbunden. Muss der Italiener, der die Leitung des Testteams von Suzuki übernommen hat, bei Rossi kürzertreten? «Nein, gewisse Dinge, die nicht den Rennsport direkt betreffen, erledige ich weiterhin für Valentino», versichert Brivio, dessen Suzuki-Crew am Montag erstmals in Europa den MotoGP-Prototypen testete.

Brivio hoffte insgeheim, schon in der Saison 2014 die Japaner als Teamchef zurück in die MotoGP-WM führen zu können. Aber auf dem Circuit de Catalunya musste er brav erklären, warum der Einstieg erst für 2015 geplant ist. «Suzuki bemerkte, dass sie mehr Zeit für die Entwicklung der Maschine brauchen. Denn es gibt viele Dinge, die es zu beachten gilt, wie die neue Elektronik oder der reglementarisch kleiner werdende Verbrauch. Es ist nicht einfach, gegen starke Hersteller anzutreten. Also dachten wir, ein zusätzliches Jahr ist die bessere Variante. Wir nehmen das zusätzliche Jahr, um besser vorbereitet zu sein.»

Im Vordergrund stehen nun aber ohnehin die drei Testtage in Spanien, denn am Mittwoch und Donnerstag geht es mit Testfahrer Randy de Puniet im MotorLand Aragón weiter. Der erste Tag in Barcelona konnte sich mit der achtbesten Zeit sehen lassen. Brivio: «Ich denke, heute haben wir mit Randy einen sehr guten Job erledigt. Es war ja erst der erste Tag. Wir haben am Morgen begonnen, ein bisschen an der Abstimmung und mit dem Motorrad zu arbeiten. Die Fahrer (Anm.: auch Nobuatsu Aoki drehte einige Runden) haben alle Reifen benutzt, die sie zur Verfügung hatten. Wenn man bedenkt, dass es nur ein Tag hier war, sind wir ziemlich zufrieden. Es schaut so aus, dass wir gute Rundenzeiten fahren können, auch konstant. Es gibt ein paar Dinge, die uns ziemlich glücklich machen für den Moment.»

Der Testverantwortliche erklärt das Vorgehen mit MotoGP-Routinier de Puniet, der den 1000-ccm-Viertakt-Reihenvierzylinder-Prototypen bereits in Motegi testete. «Wir wollten mit Randy stets eine Verbesserung und danach dieses Niveau halten; nicht nur eine einzelne schnelle Runde», schildert Brivio.

«Wir wollen Schritt für Schritt nehmen und dann das jeweils das erreichte Niveau halten. Das haben wir auch heute gemacht. Es war interessant, diesen Vergleich hier zum machen. Und es wird auch interessant, in Aragón mit den anderen Teams zu machen. Am Mittwoch werden wir mit Yamaha und Honda dort sein. Am Donnerstag sind wir wahrscheinlich alleine, wenn sich Honda nicht noch zum Bleiben entscheidet. In Aragón haben wir mehr Zeit, um an der Abstimmung zu arbeiten. Aber auch der Tag in Barcelona war hilfreich», versichert der Rossi-Vertraute.

Suzuki wird ausserdem am Testtag nach dem Misano-GP teilnehmen und ausserdem in Mugello fahren. Brivio: «Danach machen wir in Japan weiter.»

MotoGP-Test Barcelona/E, Montag 17. Juni

1. Jorge Lorenzo (E), Yamaha, 1:41,904 min (54 Runden)
2. Nicky Hayden (USA), Ducati, 1:41,955, +0,051 sec (73)
3. Stefan Bradl (D), Honda, 1:42,227, +0,323 (31)
4. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 1:42,417, +0,513, (56)
5. Cal Crutchlow (GB), Yamaha, 1:42,462, +0,558 (57)
6. Valentino Rossi (I), Yamaha, 1:42,513, +0,609 (57)
7. Aleix Espargaró (E), ART-Aprilia, 1:42,537, +0,633 (63)
8. Randy de Puniet (F), Suzuki, 1:42,676, +0,772 (73)
9. Andrea Iannone (I), Ducati, 1:42,697, +0,793 (65)
10. Bradley Smith (GB), Yamaha, 1:43,180, +1,276 (25)
11. Michele Pirro (I), Ducati, 1:43,784, +1,880 (70)
12. Héctor Barberá (E), FTR-Kawasaki, 1:43,899, +1,995 (54)
13. Colin Edwards (USA), FTR-Kawasaki, 1:44,183, +2,279 (38)
14. Karel Abraham (CZ), ART-Aprilia, 1:44,458, +2,554 (61)
15. Danilo Petrucci (I), Ioda-Suter, 1:44,477, +2,573 (49)
16. Michael Laverty (GB), PBM-Aprilia, 1:44,547, +2,643 (53)
17. Claudio Corti (I), FTR-Kawasaki, 1:44,794, +2,890 (56)
18. Yonny Hernández (CO), ART-Aprilia, 1:45,078, +3,174 (36)
19. Lukas Pesek (CZ), Ioda-Suter, 1:47,379, +5,475 (52)

Sehen Sie die ersten Runden von Suzuki in Europa im Video:

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