Tech3-Chef Poncharal: Was er zu Cal Crutchlow sagt

Von Oliver Feldtweg
MotoGP
Hervé Poncharal und Cal Crutchlow

Hervé Poncharal und Cal Crutchlow

Tech3-Yamaha-Teamchef Hervé Poncharal bedauert den Weggang von Cal Crutchlow zu Ducati. «Dort sind schon viele berühmte Namen gescheitert», sagt er.

«Die Sommerpause ist gestört worden durch den Abgang von Cal Crutchlow und die Ankunft von Pol Espargaró», sagt Tech3-Yamaha-Teambesitzer Hervé Poncharal. «Die Neuigkeiten mit Pol waren gut für uns. Wenn ich sehe, was Pol in der Moto2 zeigt, dann bin ich sicher, dass er in der MotoGP auf Anhieb unter den ersten fünf oder sechs mitfahren kann. Schon in der ersten Saisonhälfte 2014. Bradley Smith und Pol werden einander sicher aufstacheln.»

Poncharal räumt ein, dass sein Verhältnis zu Crutchlow nach drei Jahren sehr freundschaftlich geworden ist. Er war auch bei dessen Gesprächen über seine Zukunftspläne involviert.

«Ich wiederhole gerne, dass Cal ein ganz besonderer Fahrer für mich ist», erklärte der Franzose gegenüber motogp.com. «Ich betreibe dieses Team seit bald 30 Jahren. Ich habe in dieser Zeit viele Fahrer gehabt. Aber Cal wird in unserer Erinnerung immer eine herausragende Rolle spielen.»

«Aber was soll ich jetzt machen? Weinen? Ich habe ein unglaubliches Verhältnis mit Cal, auf und neben der Piste. Ich respektiere ihn sehr stark als Fahrer, und ich schätze und liebe ihn als Mensch. Es macht mir keine Freude, dass ich ihn als Fahrer verliere. Aber anderseits hat er mit dem Wechsel zu Ducati eine Entscheidung getroffen, die für seine Karriere sehr wichtig ist. Cal wird ein vollwertiger Werksfahrer sein. Und er wird eine anständige Gage haben. Wenn er sich dieser Herausforderung stellt und wenn er sie erfolgreich bewältigt, wird es aufregend. Aber es sind dort schon grosse Namen gescheitert. Wir werden seinen Weg aufmerksam verfolgen. Er wird auch künftig manchmal bei uns in der Hospitality essen. Und er wird zwischen den Rennen unsere Werkstätte in Frankreich besuchen. Und wer weiss, was in zwei, drei Jahren passiert? Vielleicht ist er dann wieder bei uns.»

«Als Tech3-Yamaha-Manager habe ich ihm die bestmögliche Offerte gemacht», versichert Poncharal. «Wir haben uns auch als Freunde unterhalten. Manchmal ist es schwierig, das Tech3-Team zu managen und trotzdem Berater zu spielen. Cal hat Rat gesucht, denn er stand vor einer schwierigen Entscheidung. Ich glaube, er hat eine gute Entscheidung getroffen. Ich weiss aber nicht, ob es die richtige Entscheidung war... Er hat jedenfalls 2014 eine Menge erstklassiger Techniker hinter sich.»

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