Martin Bauer: «Es ist klar, dass wir uns schwer tun»

Von Matthias Dubach
MotoGP
Martin Bauer: Rantasten im ersten freien MotoGP-Training

Martin Bauer: Rantasten im ersten freien MotoGP-Training

Das Team Remus Racing aus Österreich ist in Valencia zum zweiten Mal in dieser MotoGP-Saison am Start. Das erste Training nutzte Martin Bauer zur Standortbestimmung.

Am 25. August sass Martin Bauer letztmals auf der Suter-BMW des Remus-Racing-Teams, nun ist das österreichische Claiming-Rule-Team in Valencia zum zweiten Mal mit einer Wildcard dabei. «Wir müssen uns erst einmal sortieren. Das war die erste Ausfahrt auf dieser Strecke mit diesem Fahrzeug, wir hatten keine Ahnung, wo wir liegen und wo die Probleme sind», sagte Bauer nach dem ersten freien MotoGP-Training. Der dreifache IDM-Superbike-Meister beendete die erste Session auf dem 26. und letzten Rang und büsste auf die Bestzeit von Marc Márquez 5,620 sec ein. 0,725 sec fehlten auf Lukas Pesek (Ioda-Suter) auf Rang 25.

Die Zeitenliste interessiert bei den Österreichern nur am Rande. Remus Racing testete nicht im Vorfeld des Valencia-GP und nutzt das GP-Wochenende als Probelauf für 2014. «Dass wir nicht getestet haben, merkt man natürlich sehr stark, denn die anderen Teams sind ja in der Zwischenzeit bei den Rennen permanent gefahren. Die haben in der Zwischenzeit so viele Kilometer sammeln können, es ist klar, dass wir uns jetzt hier schwer tun. Aber wir haben im Sinn, hier nochmals zu zeigen, dass wir das ernst meinen mit der ganzen Sache. Wir wollen zeigen, dass wir auch wirklich an den Start gehen wollen, auch in der Zukunft. Das ist ein wichtiges Zeichen, unabhängig vom Resultat. Wir wollen wieder einen sauberen Auftritt machen und für das nächste Jahr sauber aufrüsten. Das heisst, wir können hier nochmals Erfahrungen sammeln, um dann für nächstes Jahr richtig gut aufgestellt zu sein. Das ist der Plan», versicherte Bauer.

Techniker Fritz Schwarz hat emsig an der S&B Suter gearbeitet, er steigerte die Leistung und das Drehmoment des BMW-Triebwerks und baute eine Ölvorwärmung ein. Der Plan, schon in Valencia die Standard-BMW-Elektronik durch eine ECU von Magneti Marelli zu ersetzen, wurde verworfen.

Bauer: «An der Elektronik wurde aber ein bisschen was geändert. Nicht am System selber, wir haben nur die Software geändert. Das hat jetzt aber viele Probleme gemacht, das müssen wir nochmals zurücknehmen. Das war kein guter Schritt. Das war ein Irrtum, aber um weiterzukommen, müssen wir was versuchen, das geht nicht immer auf Anhieb gut. Grundsätzlich ist alles okay soweit, aber jetzt haben wir gesehen, wo wir ansetzen müssen für das zweite Training, um wir einen vernünftigen Weg finden.»

Beim Topspeed erzielte Bauer einen Bestwert von 296 km/h und war damit Schlusslicht in dieser Wertung. «Das ist keine Strecke, wo man die verbesserte Leistung wirklich nutzen kann. Aber bei der Beschleunigung spüre ich schon was, der Motor ist aggressiver und hat mehr Leistung. Das wäre für Brünn schön gewesen. Aber bei einem solch komplexen Motorrad brauchst du Zeit, um Entwicklungsschritte zu machen. Bei den Möglichkeiten, die der Fritz hat, ist es eh schon ein Wahnsinn, was er da hingezaubert hat. Wir müssen versuchen, die Teile in der kurzen Zeit zusammenzufügen. Das kann super laufen, kann aber auch etwas schlechter laufen, das weiss man halt nicht. Das Wetter ist sehr wichtig für uns, weil wir jede freie Minute nützen müssen auf der Strecke.»

Um dieses Problem scheint sich bei Remus Racing aber niemand mehr kümmern zu müssen – für das ganze Wochenende ist schönes und warmes Wetter vorhergesagt.

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