Tschechien-GP: Trotz Verlusten auch 2014 in Brünn

Von Jiri Miksik
MotoGP
Streckenbesitzer Karel Abraham sr., Rennstreckendirektorin Ivana Ulmanova und MotoGP-Pilot Karel Abraham jr.

Streckenbesitzer Karel Abraham sr., Rennstreckendirektorin Ivana Ulmanova und MotoGP-Pilot Karel Abraham jr.

Obwohl der Masaryk Ring in Brünn in diesem Jahr herbe Verluste verzeichnete, bleibt er trotzdem der Austragungsort für den Grand Prix von Tschechien 2014.

Bei der Presskonferenz der Rennstreckenleitung in einem großen Saal des Messegeländes von Brünn wurde bestätigt, dass in Brünn auch 2014 der Motorrad Grand Prix stattfinden wird, obwohl 2013 ein Verlust von 41,7 Millionen Kronen, also etwa 1,6 Millionen Euro, eingefahren wurde.

Der Grand Prix von Tschechien wird vom 15. bis 17. August 2014 auf dem Masaryk Ring in Brünn stattfinden. «Wir waren zwar nicht von diesem Termin begeistert, aber er hat auch positive Aspekte. Das Rennwochenende wird wieder seinen ganz normalen Ablauf haben, zu den Läufen der drei Weltmeisterschafts-Klassen gibt es auch wieder zwei Rennen des Red Bull Rookies Cup. Zudem werden die Teams am Montag nach den Rennen wieder einen Test absolvieren, weil bis zum nächsten Grand Prix in Silverstone zwei Wochen verbleiben», sagte die Direktorin des Masaryk Ring, Ivana Ulmanova, und erklärte weiter: «Im Juli wird das Repsol Honda Team in Brünn testen.»

In diesem Jahr verschlang der Grand Prix von Tschechien 140,2 Millionen Kronen, also etwa 5,6 Millionen Euro, der Gewinn belief sich jedoch nur auf 98,5 Millionen Kronen (3,9 Millionen Euro). Die größte Ausgabe ist die Gebühr, welche die Dorna erhebt. Den größten Gewinn liefern die Tickets und das Geld des tschechischen Ministeriums für Schule und Kultur. Doch 2013 erhielt der Masaryk Ring statt 26,5 Millionen Kronen (1,06 Millionen Euro) nur 25 Millionen Kronen (eine Million Euro). Auch das Magistrat von Brünn gab im Vergleich zu 2012 nur die Hälfte der Gelder frei, statt 10 Millionen Kronen (0,4 Millionen Euro) waren es in diesem Jahr nur 5 Millionen Kronen (0,2 Millionen Euro). Da zusätzlich die Gebühren der Dorna jedes Jahr teurer werden, steigen natürlich auch die Ausgaben an.

«Wir kämpfen weiter, bei den Tickets machen wir 17 % Gewinn, also 53,6 Millionen Kronen (2,1 Millionen Euro). Mehr als die Hälfte davon verschlangen die Gebühren der Dorna. Dann kommen noch die Gage für 4000 Mitarbeiter pro Rennwochenende, die Anmietung von Sitztribünen, mobilen WC-Anlagen und großen TV-Schirmen hinzu. Das alles kostet 11 Millionen Kronen (0,44 Millionen Euro)», rechnete Ulmanova vor.

2013 besuchten den Grand Prix von Tschechien an drei Tagen 222 710 Zuschauer. Das sind 10 000 mehr als noch 2012. Der Masaryk Ring bleibt so nach wie vor der Grand Prix mit der höchsten Zuschauerzahl. Knapp dahinter folgen der Jerez-GP mit 219 000 und der Grand Prix auf dem Sachsenring mit 204 000 Zuschauern. Das spannende WM-Finale in Valencia besuchten in diesem Jahr 204 000 Menschen.

«Die politische Situation in Tschechien ist schwierig, wir haben deswegen keinen Ansprechpartner, und wir wissen, dass der Grand Prix ohne das Geld des Ministeriums nicht machbar ist. Trotzdem gehen wir das Risiko ein und haben mit dem Vorverkauf bereits begonnen», bestätigt Ulmanova.

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