Scott Redding: «Die Schmerzen werden es wert sein»

Von Gerraint Thompson
MotoGP
Scott Redding (li.): Der Brite ist bei Go&Fun Gresini neuer Teamkollege von Alvaro Bautista

Scott Redding (li.): Der Brite ist bei Go&Fun Gresini neuer Teamkollege von Alvaro Bautista

Der MotoGP-Neuling von Gresini-Honda hat eine harte Vorbereitung hinter sich. Wegen seines Handgelenksbruchs und weil in der Königsklasse sowieso mehr Muskeln gefragt sind.

Scott Redding testete sein neues Arbeitsgerät für 2014 zwar schon beim Valencia-Test im November – aber der MotoGP-Rookie litt damals noch stark an seinem im Training auf Phillip Island erlittenen Bruchs des linken Handgelenks. Die Verletzung entschied den Moto2-Titelkampf zugunsten von Reddings Rivale Pol Espargaró. Die Niederlage und der Knochenbruch ist nun verdaut: «Ich freue mich sehr auf den Test nächster Woche», sagte der bisherige Kalex-Pilot, der nun im Team Go&Fun Gresini einen neuen Production Racer von Honda fahren wird.

Der dreitägige Test in Sepang findet nächste Woche von Dienstag bis Donnerstag statt. «In Valencia habe ich zwar mehr Runden als geplant drehen können, aber mehr ging nicht. Das war ein bisschen frustrierend», erinnert sich der 21-Jährige zurück. «Jetzt bin ich wieder völlig fit und bin viel Motocross gefahren. Nun will ich einfach nach Malaysia und auf den Drachen sitzen!»

Der Brite war in Spanien oft mit Marcel Schrötter und Jonas Folger auf Motocrosspisten unterwegs und fühlt sich gut vorbereitet auf den ersten dreitägigen Test seiner MotoGP-Karriere. «Das Handgelenk ist wohl bei 98 Prozent und die Kraft ist wieder da. Ich habe zwar 10 Prozent meiner Beweglichkeit eingebüsst, aber das spielt keine Rolle. Ich weiss nicht, ob die Mobilität wieder zurückkehrt. Vielleicht erst, wenn die Platte entfernt wird. Es macht aber nicht viel aus, ich musste mich nur ein bisschen umstellen. Zum Beispiel mache ich die Liegestützen nun auf den Fäusten. Das macht es härter.»

Im MX-Training fand Redding heraus: «Ich konnte beim Motocross 20 Minuten am Limit fahren, es gibt also keinen Grund, warum ich auf einem MotoGP-Motorrad nicht eine Renndistanz hinlegen kann.» Der Neuling steigerte sein Training im Winter ohnehin im Hinblick auf den Umstieg auf die 250-PS-Maschine. Dafür arbeitete Redding mit Personal Trainer Paul Loughran zusammen.

«Die Vorbereitung war massiv, denn wenn du das nicht machst, wirst du scheitern. Ich will aber nicht auf dem falschen Fuss erwischt weden, weil ich nicht hart genug trainiert habe», stellte Redding fest. «Leute wie Jorge Lorenzo sind wie eine Maschine, er will immer besser werden. Ich bin genauso. Ich habe die letzten Wochen mit Paul gearbeitet und habe es genossen, denn ich versuche, etwas zu erreichen. Es war hart, denn viele Tage bin ich mit Schmerzen aufgewacht. Aber das wird es wert sein. Nach Valencia habe ich ein wenig an Gewicht zugelegt, denn ich konnte wegen der Verletzung nicht richtig trainieren. Ich werde wohl nicht mehr auf das Gewicht von vorher runterkommen. Ich bin etwa zwei kg schwerer als letztes Jahr, was verrückt ist, denn wenn ich in den Spiegel schaue, wirke ich dünner als vorher. Es wäre gut, noch ein bisschen Gewicht zu verlieren, aber andererseits ist es auch gut, am Ende des Rennens noch fit zu sein. Daran arbeiten wir.»

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