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Absturz auf den letzten Platz: Yamahas Bewertung von Pramac Racing

MotoGP-Weltmeister 2024, in der Folgesaison auf den letzten Platz der Teamwertung abgestürzt: Wie Yamaha-Rennchef Paolo Pavesio die missratene Saison des Teams Prima Pramac Racing einordnet.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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2023 gewann das Ducati-Kundenteam Pramac Racing sensationell die Team-Weltmeisterschaft in der MotoGP, im Jahr darauf mit Jorge Martin sogar den Fahrertitel. Doch nach monatelangen Verhandlungen entschied sich Eigentümer Paolo Campinoti trotz der herausragenden Erfolge mit Ducati für den Wechsel zu Yamaha. Damit bekam auch der Hersteller mit den drei Stimmgabeln im Logo endlich ein zweites Team in der Startaufstellung.

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Auf anfängliche Euphorie folgte in der ersten gemeinsamen Saison schnell Ernüchterung: Als einziges Team erreichte Pramac 2025 keinen Podestplatz – von 31 Teilnahmen an Siegerehrungen 2024 auf null. Saisonhighlight für die erfolgsverwöhnte Truppe: Platz 5 von Jack Miller beim Grand Prix in Texas. Als finalen Tiefschlag kassierte Pramac den letzten Platz in der Teamwertung.

«Für mich hat sich dieses Jahr bestätigt, dass es wichtig für uns ist, einen zweiten Partner im Rennsport zu haben», betonte Yamaha-Rennchef Paolo Pavesio im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com. «So sehen wir Pramac. Und was die Beziehung zu ihnen betrifft, so ist diese wie im normalen Leben: Erst kommen die Flitterwochen und dann stellst du zuhause fest, dass jemand das Bad nicht so sauber hält, wie du es gerne hättest. Bei jeder Reise zeigt sich dieses zweite Gesicht. Was das Team in der Vergangenheit erreicht hat, sind schöne Erinnerungen. Aber wir sind hier, um gemeinsam etwas aufzubauen.»

«In vielen Bereichen herrscht Einigkeit», betont der Italiener. «Ich schätze die Arbeitsethik von Paolo Campinoti sehr und auch das im Team vorhandene Wissen. Man kann immer etwas lernen und wir treten einander sehr offen gegenüber. Aus reiner Rennsportsicht tut es mir sehr leid für Miguel Oliveira, wie unglücklich diese Saison für ihn lief. Er konnte seinen Speed nicht zeigen und uns mit der Qualität seiner Rückmeldungen nicht helfen, weil er durch seine Verletzung viele Rennen verpasst hat. Jack Miller hingegen war immer wieder schnell. Aber wenn ein Fahrer als Einziger im Team schnell ist, dann fehlt ihm die Referenz. Es war für uns interessant zu sehen, wo, wie, wann und warum er schnell war. Fabio Quartararo war Jack gegenüber immer sehr offen. Meine Beurteilung fällt positiv aus. Viele Ansätze in unserem Projekt sind bereits sichtbar und weitere werden folgen.»

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Für 2026 wird sich einiges ändern: Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu ersetzt im Pramac-Team Oliveira. Und statt dem traditionellen Reihenmotor vertraut Yamaha auf ein V4-Aggregat. Das alles dient der Vorbereitung auf 2027, wenn die neuen MotoGP-Regeln mit auf 850 ccm reduziertem Hubraum, beschnittener Aerodynamik, weniger Fahrhilfen und Reifen von Pirelli statt Michelin in Kraft treten. Spätestens dann will Yamaha wieder vorne mitmischen.

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