MotoGP-WM 2015: Wer erhält die 24 Startplätze?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Lorenzo führt vor Smith und Bradl beim Katar-GP: Wie sieht das Feld 2015 und 2016 aus?

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Aufatmen bei WM-Promoter Dorna: Suzuki kommt 2015 zurück, mit Aprilia und Kawasaki wird 2016 gerechnet. Dann wären sechs Werke in der MotoGP-WM dabei!

Die Startplätze in der MotoGP-WM sind wieder begehrt. 2010 und 2011 traten nur 17 Fahrer an. Denn die Teams agierten nach der Wirtschaftskrise grossteils am Existenzminimum, die Werke verlangten mehr als 3 Millionen Euro an Leasingraten pro Fahrer.

Dann kamen die Claiming-Rule-Bikes, Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta erhöhte die Zuschüsse auf rund 1,3 Millionen Euro pro Team. Damit erwirtschafteten manche private MotoGP-Rennställe sogar wieder Überschüsse.

Es gab mehr interessierte Teams als Plätze. Denn die Dorna muss zum Beispiel bei Bridgestone extra bezahlen, wenn mehr als 22 Fahrer antreten. Der Deal sieht nur Gratisreifen für 22 Piloten vor. 2013 traten aber 24 Fixstarter an.

Ezpeleta muss gleichzeitig für 2015 zwei zusätzliche Startplätze für Suzuki organisieren. Also entschied er: Die Teams der letzten zwei Fahrer (also Ränge 23 und 24 im IRTA-Ranking) erhalten 2014 leine Zuschüsse mehr.

Auf diese elegante Art sollen Iodaracing oder PBM per Saisonende zum Rückzug bewegt werden.

Einige Open-Teams hingegen stehen finanziell auf starken Füssen: Drive M7 Aspar, AB Cardion Motoracing, Gresini und Avintia haben keine Sorgen. Avintia wollte vor einem Jahr seine Plätze noch an Suzuki verscherbeln, jetzt rechnet Teambesitzer Raul Romero auf eine offizielle Rückkehr von Kawasaki für 2016. Ähnlich ergeht es Ioda-Chef Sacchi – er will der Brückenkopf von Aprilia werden.

Und Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta will jetzt dem Hersteller-Bündnis MSMA auch wirtschaftlich und kommerziell ganz klare Vorschriften machen: 2016 soll kein Privatteam mehr als 1 Million an Materialkosten pro Fahrer und Saison bezahlen müssen.

Honda, Yamaha und Ducati können sich dann aussuchen, ob sie den Kundenteams wie Gresini, LCR, Tech3 oder Pramac für diesen Betrag die aktuellsten Prototypen anbieten, ein Jahr alte oder gar zwei Jahre alte.

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