Bridgestone ist Ende 2015 weg – Michelin kommt!

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Bridgestone-Reifendepot im Paddock

Bridgestone-Reifendepot im Paddock

Knalleffekt in der MotoGP-Weltmeisterschaft: Bridgestone zieht sich Ende 2015 nach sieben Jahren aus der Königsklasse zurück. Kommt dann Michelin?

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone ist seit 2009 Lieferant der Einheitsreifen für die MotoGP-Klasse, der zweite Drei-Jahres-Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Er wird für 2015 um ein Jahr verlängert, danach wird sich Bridgestone aus der MotoGP-WM zurückziehen.

Das wurde heute Nachmittag auf dem Circuito de Jerez offiziell verkündet.

Bridgestone fertig im Jahr rund 15.000 MotoGP-Reifen, das ganze Projekt verschlingt rund 20 Millionen Euro im Jahr.

Der Werbeeffekt hält sich in Grenzen.

Denn die Fahrer und Teams reden nur über die Reifen, wenn sie frühzeitig schlapp machen, wenn von einer gewissen Mischung nicht genügend Reifen vorrätig sind oder wenn sie die Renndistanz nicht durchhalten – wie 2013 in Phillip Island.

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta hatte gegenüber SPEEDWEEK.com bereits beim Katar-GP am 23. März erklärt, dass der Einheitsreifen-Deal für 2016 neu ausgeschrieben wird und dann auch Michelin, Pirelli und Dunlop mitbieten werden.

Michelin dominierte in der Königsklasse von Mitte der 1970er-Jahre (mit Barry Sheene) bis 2007, als Casey Stoner auf der Ducati mit Bridgestone-Weltmeister wurde. Die Michelin-Vorherrschaft wurde vorher nur von 1978 bis 1980 (Kenny Roberts auf Yamaha und Goodyear) sowie 1991 unterbrochen, als Yamaha-Star Wayne Rainey im Marlboro Team Roberts den zweiten seiner drei 500-ccm-WM-Titel-Titel (1991) auf Dunlop gewann.

Alle Insider im Fahrerlager gehen davon aus, dass Michelin 2016 als Einheitsreifen-Lieferant zum Zug kommen wird. Denn Dunlop hat bisher noch nie einen Spitzenreifen für die MotoGP-Viertakter entwickelt, sogar der letzte 500-ccm-GP-Sieg (1998 in Donington durch Simon Crafar auf der Red Bull-Yamaha) liegt fast 16 Jahre zurück. Ausserdem haben die Briten in der Moto3 und Moto2 als Einheitsreifen-Lieferant alle Hände voll zu tun. Und Pirelli rüstet für die Dorna schon die Fahrer in der Superbike- und Supersport-WM aus; ein völliges Monopol der Italiener in den Top-Serien ist unerwünscht.

Ab heute können sich alle Reifenhersteller bei der Dorna für den Einheitsreifen-Deal 2016 bewerben.

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