Kalex: MotoGP-Aufstieg weiter fraglich

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Kalex engineering würde gern den Einstieg in die MotoGP-Klasse unternehmen. Aber bisher fehlt den Moto2-Partnern Pons und Marc VDS ein tragfähiges Konzept.

Der deutsche Motorradhersteller Kalex engineering aus Bobingen rüstet in dieser Saison 16 Fahrer in der Moto2-WM aus und sieben mit Kalex-KTM in der Moto3-WM.

Seit drei Jahren befassen sich die Kalex-Gründer Alex Baumgärtel und Klaus Hirsekorn (ihre Vornamen sind für den Firmennamen verantwortlich) auch mit dem Einstieg in die Königsklasse.

Aber bisher kam nie eine Zusammenarbeit zustande.

Für 2015 interessieren sich die erfolgreichen Kalex-Moto2-Teams Pons HP 40 (Fahrer: Maverick Viñales und Salom) und Marc VDS Racing (Rabat, Kallio) für den Aufstieg in die Königsklasse.

Aber bei Pons steht das MotoGP-Projekt auf höchst wackligen Beinen, weil das Budget fehlt, weil Viñales bei ihm nur einen Vertrag für die Moto2 hat (also bei einem Klassenwechsel Ende 2014 aussteigen könnte) und weil die Dorna neuen, zusätzlichen Teams den Zuschuss von rund 600.000 Euro verweigert.

Marc-VDS-Eigentümer und Bier-Milliardär Marc van der Straten (VDS) könnte sich den Aufstieg mit eigenem Geld leisten und Yamaha-M1-Motoren leasen (wie Forward), Kalex könnte dann die Rolling Chassis bauen.

«Bisher hat sich aber nichts Konkretes getan», erklärte Alex Baumgärtel heute Vormittag in Le Mans gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir müssen abwarten, wie es mit der Verfügbarkeit und mit den Konditionen für MotoGP-Plätze aussieht und ob sich Marc van der Straten so eine Investition leisten will.»

Marc VDS könnte entweder Scott Redding aus seinem Zwei-Jahres-Vertrag bei Gresini-Honda loseisen oder die WM 2015 mit Tito Rabat bestreiten, falls er die Moto2-WM gewinnt.

Auch Forward stand eine Weile als MotoGP-Partner von Kalex zur Diskussion. Die Italiener haben aber den englischen FTR-Konstrukteur Mark Tayoor angeheuert, der wohl ein an FTR angelehntes Chassis designt hat und es bei Harris in England produzieren lässt. Es soll bereits in Mugello getestet werden – beim Montag-Test.

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