Andrea Dovizioso (Ducati): Reizt ihn ein Suzuki-Deal?

Von Nereo Balanzin
MotoGP
Andrea Dovizioso verlor beim Montag-Test in Barcelona fast 1,2 Sekunden. Hat er genug Geduld mit Ducati? Was ist an den Suzuki-Gerüchten dran?

Andrea Dovizioso hat mit dem dritten Platz in Texas ein grossartiges Ergebnis erzielt, aber seither tummelt sich der Ducati-Werksfahrer in den Rennen in ähnlichen Regionen wie 2013. Platz 9 in Las Termas, Platz 5 in Jerez, Platz 8 in Le Mans, Platz 6 in Mugello und Platz 8 in Barcelona.

Dank seiner vorbildlichen Beständigkeit liegt «Dovi» auf dem fünften WM-Rang, den eigentlich auch Stefan Bradl im Visier hat, es fehlen dem Deutschen aber 21 Punkte – wegen seiner zwei Stürze in Doha und Mugello.

Ducati wird in diesem Jahr keine Wunderdinge mehr vollbringen. Jeder im Team weiss, die GP15 wird erst im November nach dem Finale startklar sein. Und was jetzt an der GP14 geändert wird, das sind kosmetische Verbesserungen, sie werden das Grundübel nicht beseitigen. «Wir haben nichts Wichtiges getestet», räumte Andrea Dovizioso nach dem Montag-test in Barcelona ein. «Kein neues Material. Nur ein paar Dinge beim Chassis.»

Mit Platz 12 und fast 1,2 Sekunden Rückstand bestand kein Grund zum Jubeln. Dafür war gestern auf dem Circuit de Catalunya der mögliche Wechsel von Dovizioso zu Suzuki ein Thema.

Gestern traf «Dovi» beim Test wieder einmal auf Suzuki-Testfahrer Randy de Puniet. «Es ist schwierig, die Performance von Suzuki einzuschätzen», erklärte der Italiener. «Denn wir haben vorher alle drei Tage auf der Piste trainiert. Und de Puniet bestreitet momentan keine Rennen, obwohl er ein sehr schneller Fahrer ist. Suzuki büsste am Montag 2,499 sec ein, Dovizioso 1,195 sec.

Dovizioso sprach lieber über die Bridgestone-Reifen und über die Möglichkeit, in Barcelona künftig in Kurve 9 die Formel-1-Streckenveriante zu verwenden. «Der neue Bridgestone-Reifen ist sehr gut. «Der bisherige Typ 33 verlor oft in maximaler Schräglage ohne Vorwarnung die Haftung, der neue Typ ist bei gewissen Wetterverhältnissen sicher ein Fortschritt. Du spürst einen besseren Kontakt zur Fahrbahn, du kannst besser in die Kurven reinfahren.»

Und die Kurve 9? «Die Formel-1-Variante ist auf jeden Fall viel sicherer, sie bietet mehr Auslaufzone. Und das Überholen wird auch einfacher. Ich würde einen Wechsel auf diese Strecke bejahen.»    

MotoGP-Test Catalunya, Montag, 16. Juni, Endstand 18 Uhr

1.     Marc Márquez, Honda, 1:41,184.
2. Bradley Smith, Yamaha, + 0,040 sec.
3. Jorge Lorenzo, Yamaha,  + 0,331 sec.
4. Pol Espargaró, Yamaha, +0,456 sec.
5. Stefan Bradl, Honda, + 0,471 sec.
6. Andrea Iannone, Ducati, + 0,690.
7. Dani Pedrosa, Honda, +0,785 sec.
8. Yonny Hernandez, Ducati, +0,954 sec.
 9. Aleix Espargaró, Yamaha, + 0,969 sec. 
10. Valentino Rossi, Yamaha, + 1,135 sec.
11. Andrea Dovizioso, Ducati, +1,195 sec.
12. Alvaro Bautista, Honda, +1,358 sec.
13. Cal Crutchlow, Ducati, +1,725 sec.
14. Scott Redding, Honda, + 2,210 sec.
15. Michele Pirro, Ducati, + 2,121 sec.
16. Karel Abraham, Honda, +2,265 sec.
17. Colin Edwards, Yamaha, + 3,180 sec.
18. Héctor Barbera, Avintia-Kawasaki, +3,211 sec.
19. Randy de Puniet, Suzuki, + 3,300 sec.
20. Mike di Meglio, Avintia-Kawasaki, + 3,440 sec.
21. Michael Laverty, PBM-Aprilia, + 3,892 sec.
22. Dominique Aegerter, Avintia-Kawasaki, +4,186 sec.
23. Broc Parkes, PBM-Aprilia, + 4,350 sec.

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