Lucio Cecchinello: «Ich glaube an Cal Crutchlow»

Von Gerraint Thompson
MotoGP
WCM-LCR-Honda-Teambesitzer Lucio Cecchinello hat keinen Zweifel an der Schlagkraft von Cal Crutchlow. Er traut ihm 2015 Podestplätze zu.

In der vergangenen Saison erlebte Cal Crutchlow bei Ducati einige trostlose Rennen. Er hatte Mühe, richtig auf Speed zu kommen und rutschte wegen mangelndem Selbstvertrauen in ein Formtief. Zeitweise verlor er in den Trainings mehr als eine Sekunde auf seinen Teamkollegen Andrea Dovizioso, sogar Pramac-Ducati-Pilot Andrea Iannone schnitt deutlich besser ab.

Aber im September gelang Crutchlow im Regen von Aragón ein dritter Platz, danach fuhr er in Austraien auf Platz 2 – bis zum Sturz acht Kurven vor Schluss in der letzten Runde.

Doch Cecchinello glaubt an den 29-jährigen Engländer, der 2013 bei Tech3-Yamaha immerhin vier Podestplätze erzielt hat und WM-Fünfter war und 2014 über den 13. WM-Gesamtrang nicht hinauskam.

Crutchlow fährt im CWM-LCR-Team eine Factory-Honda RC213V, der Australier Jack Miller eine Open-Honda mit der Bezeichnung RC213V-RS.

«Einige Leute stellen vielleicht ein Fragezeichen hinter unsere Verpflichtung von Cal», erklärte Lucio Cecchinello im Gespräch mit MCN. «Denn er hat im Vorjahr manchmal keine guten Leistungen gezeigt. Aber ich mache mir keine Sorgen. Ich glaube, ein Fahrer verliert seine fahrerischen Fähigkeiten und sein Talent nicht.»
«Ein Fahrer kann höchstens seine Motivation verlieren», ergänzte der siebenfache 125-ccm-GP-Sieger. «Ich bin aber überzeugt, wenn er mit Yamaha schnell fahren und um Podestplätze fighten konnte, dann gelingt ihm das auch bei LCR und Honda. 2013 sind Cal noch Pole-Positions gelungen, er hat damals unglaubliche Überholmanöver gegen die Topfahrer durchgeführt. Warum sollte er das jetzt nicht mehr können?»

Cecchinello meint, Crutchlow habe bei Ducati zwischendurch die Motivation verloren. «Die schwachen Ergebnisse bei Ducati stehen für mich in Zusammenhang mit einem Verlust an Motivation», sagt er. «Denn vielleicht hatte er kein gutes Gefühl für das Motorrad. Deshalb sah er zu diesem Zeitpunkt keinen Grund, besondere Risiken einzugehen.»

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