Jorge Lorenzo (Platz 1): «Ich kann Rennen gewinnen»
Jorge Lorenzo sagte, er habe weder 2013 noch 2014 mit der Werks-Yamaha jemals ein so gutes Gefühl gehabt wie Donnerstagfrüh in Sepang, als er klar dominierte.
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Schon 2014 brauste Jorge Lorenzo (27) nach einem schwachen Saisonstart ab dem GP von Deutschland neunmal hintereinander unter die ersten drei. "Wenn die WM in Indy begonnen hätte, wäre ich als WM-Leader zum Sepang-GP gekommen", hat er einmal vorgerechnet.
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Solche Milchmädchenrechnungen bringen den Weltmeister von 2010 und 2012 natürlich nicht weiter, Bestzeiten wie heute in Sepang hingegen schon. "Ich bin natürlich sehr happy, der Vormittag war grossartig", fasste der Mallorquiner zusammen. "Es ist viel Zeit vergangen, seit ich mich zum letzten Mal so grossartig gefühlt habe. Ich war schon lange nicht mehr so schnell und so konstant, verglichen mit den anderen Fahrern. Wir haben heute zwei, drei Stunden lang einen Zeitvorsprung von von 0,5 oder 0,7 Sekunden gehabt. Dieses Gefühl habe ich schon lange nicht mehr gespürt. Es sieht sehr positiv aus, nicht nur wegen der Zeit von 1:59,9. Es kommt dazu, dass ich ganz komfortabel im Bereich von 2:00 gefahren bin. Und das alles bei recht hohen Temperaturen."
"Nach der Mittagspause haben wir das andere Motorrad probiert, wir haben viel geändert, ich habe damit aber nicht dasselbe Gefühl bekommen wie mit dem anderen Bike in der Früh. Also ist es wichtig, dass wir am Freitag dieses gute Gefühl mit beiden Maschinen herstellen. Generell ist es heute sehr gut gelaufen. Ich mag diese Yamaha sehr. Im Moment ist sie ein sehr komplettes Motorrad. Mir müssen uns aber beim Bremsen verbessern. Wenn uns das beim nächsten Test hier Ende Februar gelingt, werden wir für den Katar-GP ausgezeichnet vorbereitet sein. Im Moment haben wir keinen Vorteil, aber wir sind auf dem Level, mit dem wir Rennen gewinnen können."
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Wie unterscheidet sich die 2015-Yamaha vom Vorjahresmodell?
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Lorenzo: "Die neue M1 ist leichter zu handhaben und leichter fahren. Und wir sind generell ein bisschen schneller. Beim Bremsen haben wir uns nicht gesteigert. Aber beim Rest sind wir ein kleines Stück besser. Wir sind beim Kurvenspeed besser, bei der Beschleunigung..."
War es am Nachmittag zu heiss? War der Griplevel geringer als am Mittwoch? "Es war eine Kombination von Dingen. Wenn wir mit dem gleichen Motorrad weitergemacht hätten, wären wir vielleicht nicht 2:00,5 min gefahren, aber womöglich 2:00,8 oder 2:00,9. Wir haben halt das andere Chassis probiert, dadurch haben wir ein bisschen die Konzentration verloren. Ja, und der Belag war rutschiger..." Lorenzo sagt, der neue M1-Motor habe jetzt trotz der im zweiten Jahr auf 20 Liter festgelegten Sprintmenge fürs Rennen wieder ein besseres Ansprechverhalten als vor einem Jahr. "Wir haben jetzt einen Liter weniger als 2013, trotzdem haben wir eine ähnliche oder sogar bessere Gasannahme. Da ich das Gas sehr früh aufdrehe, ist es gut, wenn ich ein Motorrad habe, das nicht so nervös ist."
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Hat sich der Yamaha-Star 2014 jemals so stark gefühlt wie heute? Lorenzo denkt nach. "Hm, ich habe im Vorjahr zwei Rennen gewonnen. Besonders der Erfolg in Japan war kostbar, weil ich dort nicht von Ausfällen profitiert habe. Ich war dort der Schnellste! Aber abgesehen von Japan war es ein schwieriges Jahr, was Rennsiege betrifft. 2013 habe ich sieben Rennen gewonnen, denke ich... Nein, es waren sogar acht? Aber wenn ich ehrlich bin, ich habe 2013 nie ein so gutes Gefühl gehabt wie heute früh."
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