Taramasso/Michelin: So sehen die Pläne für 2016 aus!

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP

Derzeit gehen die Testfahrer der MotoGP-Hersteller mit den Michelinreifen für 2016 in Sepang auf die Strecke. Michelin-Manager Piero Taramasso sprach ausführlich über die neuen 17-Zoll-Reifen.

Piero Taramasso, Michelin-Manager für Motorradsport, sprach im Rahmen des Michelin-Testtages am Samstag in Sepang über die Reifen für 2016. Die Testfahrer der Hersteller rückten aus, um Daten für den Umstieg von Bridgestone auf Michelin 2016 zu sammeln.

Taramasso arbeitet seit 1989 für Michelin. Zuerst war er Qualitätsingenieur bevor er Testfahrer für Autoreifen im Straßenverkehr wurde. Dabei verbrachte er sechs Jahre in Frankreich und vier Jahre in den USA. Seit 2001 ist er im Motorsport tätig. «Erst war ich in der Formel 1, danach 2007 und 2008 in der MotoGP-Klasse. Nun kehre ich zurück.»

Seit 2008 wurden die MotoGP-Maschinen schneller, Top- und Kurvenspeed sind höher und das Gewicht der Bikes hat sich verändert. Sind das die Herausforderungen für Michelin?

Natürlich sind das alles Herausforderungen. Deshalb haben wir früh mit der Entwicklung begonnen. Grundlage war der MotoGP-Reifen von 2008 sowie die Weiterentwicklungen in der Italienischen und Spanischen Superbike-Klasse. Schon im letzten Jahr waren Testfahrer mit unseren Reifen unterwegs. 2015 testen wir auf allen Strecken, wie Argentinien und Austin, wo wir noch nicht waren. Es ist eine neue Aufgabe, aber wir wissen noch, wie man gute Reifen herstellt. Daher bin ich zuversichtlich. [grinst]

Wie sehr freust du dich darauf mit Stars wie Márquez, Rossi oder Lorenzo zu arbeiten?

Es ist sehr spannend, mit neuen starken Fahrern wie Márquez zu arbeiten, aber auch die bekannten Piloten wie Rossi und Pedrosa wieder zu treffen. Sie haben mehrere Titel gewonnen, deswegen wollen wir ihnen das bestmögliche Produkt liefern.

Wie werden die Regen- und Intermediate-Reifen beschaffen sein?

Es wird zwei Regenreifen-Typen geben, einen mit einer härteren Mischung und die weichere Mischung, wenn mehr Wasser auf der Strecke steht. Der Intermediate-Reifen wird geschnitten und härter als die Regenreifen sein.

Wie viele Mitarbeiter befinden sich im Michelin-Testteam?

Derzeit sind 16 Mitarbeiter, darunter Reifentechniker und Reifendesigner, mit diesem Projekt beschäftigt. Für 2016 werden noch vier Leute hinzukommen. Also werden an den Rennwochenenden 20 Michelin-Mitarbeiter an der Strecke sein. Hinzu kommen vier Mitarbeiter, die im Werk bleiben und die Analysen durchführen. Nicolas Goubert wird ihnen als Technischer Direktor vorstehen.

Was ist bei den Testfahrten in Sepang geplant?

Colin Edwards fuhr schon im November hier, seitdem haben wir die Reifen jedoch weiterentwickelt. Dieser Test dient uns dazu, die sieben Vorderreifen und fünf Hinterreifen zu sortieren. Es werden drei Vorder- und drei Hinterreifen ausgesucht, die den Werksfahrern bei dem nächsten Sepang-Test zur Verfügung stehen. Basierend auf dem Feedback der Werkspiloten werden wir uns für die weitere Entwicklungsrichtung entscheiden. Bisher läuft es gut. Wir wollen Reifen bereitstellen, die zu allen Maschinen passen.

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