Martin-Schocker: Verletzungsdrama findet kein Ende – Sepang-Test wackelt
Erst vor einer Woche präsentierte sich Jorge Martin (Aprilia) in blendender Laune. Die Wahrheit ist eine andere. Der MotoGP-Weltmeister von 2024 kämpft weiter mit den Folgen seiner letzten Abflüge.
Am 15. Januar präsentierte Aprilia Racing in Mailand das MotoGP-Projekt 2026. Marco Bezzecchi und Jorge Martin standen gleichermaßen im Rampenlicht des Events. Denn während «Bezz» mit einem überragenden Finish 2025 enorm an Popularität und «Wert» zugelegt hat und folglich als Mitfavorit auf den Titel 2026 gesetzt ist, dreht sich bei Jorge Martin alles um den Weg zurück an die Spitze der Königsklasse.
Mit der Leidensgeschichte, die der Madrilene seit Februar 2025 erlebt, ließe sich längst ein handfester Roman anfertigen. Und es deutet alles darauf hin, dass das Werk noch nicht zu Ende geschrieben ist. So tauchten jetzt aus dem Umfeld des Weltmeisters von 2024 Aussagen auf, die zeigen, dass Jorge Martin körperlich weit davon entfernt ist, um sich der MotoGP-Saison 2025 zu stellen.
Wie zuletzt auch erstmals in spanischen Medien berichtet, hat sich Martin seit dem MotoGP-Test in Valencia Ende November mindestens zwei weiteren Operationen unterzogen. Eine davon, bei der es um eine Metallentfernung im Bereich des Kahnbeins (nach seinem heftigen privaten Trainingscrash unmittelbar vor dem Thailand-Test 2025) ging, war planmäßig. Dazu kam ein zweiter Eingriff im Bereich des Schlüsselbeins.
Das war entzwei gegangen beim Sprint-Unfall in Japan und unmittelbar nach dem Unfall operiert worden. Genau hier sind offensichtlich große Probleme entstanden, die eine Korrektur erforderlich machten. Gegenüber Mitgliedern seines Fanclubs soll Martin geäußert haben, dass er noch nie mit größeren Schmerzen als in Valencia unterwegs war.
Ans Licht kamen die Informationen, wenn auch anonym, auch deshalb, weil Martin das für kurz vor Weihnachten angesetzte Jahrestreffen mit dem Fanclub abgesagt und auf den 10. Januar verschoben hatte. Dort gestand Martin seinen Anhängern dann, dass er nach wie vor unter deutlichen Einschränkungen in Form von Schmerzen und Kraftverlust leide.
Um fünf Tage später in Mailand guter Dinge vor der MotoGP-Weltöffentlichkeit aufzutreten. Wenig überraschend wurde Martin bei der
Fakt ist: Jorge Martín steckt weiterhin in einer extrem schwierigen Situation, die den Athleten so belastet, dass er sich bereits beim Saisonfinale entschieden hat, den wahren Jorge Martín nicht mehr in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Und Aprilia? Die Mannschaft um Massimo Rivola respektiert die Entscheidung des Piloten, seinen Kampf um die Rückkehr auf 100 Prozent nur im privaten Umfeld auszutragen. Mehr gibt es offiziell derzeit nicht zu sagen. Gleiches gilt Stand jetzt für das Management des Werksfahrers.
Ob Jorge Martín an der Seite von Marco Bezzecchi am 3. Februar auf den Sepang International Circuit für die erste Testsession 2026 geht, bleibt unklar.
Sollte Martin den wichtigen Test in Malaysia verpassen, wäre auch klar, dass eine schnelle Rückkehr in Bestform, die unabdingbar ist, um in der MotoGP konkurrenzfähig zu sein, nicht realistisch ist.
Was aktuell bleibt, ist die Hoffnung, dass sich Jorge Martín von den jüngsten Eingriffen ausreichend erholt, um in einer Woche nach Südostasien aufzubrechen.
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