Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

MotoGP-Aprilia: Ist genug Wissen vorhanden?

Von Ivo Schützbach
Die Aprilia-Werksfahrer Alvaro Bautista und Marco Melandri probierten während des MotoGP-Tests in Sepang (23. bis 25. Februar) jeweils ein neues Chassis aus – begeistert waren sie davon nicht.

Der Spanier Alvaro Bautista, der zuletzt drei Jahre lang für Gresini-Honda fuhr, hatte in Sepang neben seinem normalen MotoGP-Bike auch eine Aprilia RS-GP mit anderem Chassis zur Verfügung. Der Hersteller aus Noale spielt derzeit mit verschiedenen Dehn-, Biege- und Torsionssteifigkeiten.

«Ich habe den neuen Rahmen mit anderer Steifigkeit probiert, damit sich das Motorrad beim Einlenken in die Kurven besser verhält – das Bike lenkte aber nicht sehr gut ein», urteilte Bautista. «Und es mangelt an Traktion. Der neue Rahmen funktioniert nicht, also sind wir zum bisherigen zurückgekehrt.»

Aprilia-Rennchef Romano Albesiano: «Wir ändern jeweils nur eine Steifigkeit. Das hat nicht funktioniert, also probieren wir nächstes Mal das Gegenteil.»

Mit welcher Steifigkeit Aprilia experimentierte, ließ er offen.

Marco Melandri, an allen drei Tagen in Sepang Letzter, hatte neben der RS-GP einen Hybrid aus dem Superbike RSV4 und der ART als zweites Motorrad zur Verfügung. Reifen, Räder Bremsen und Teile der Verkleidung stammten von der ART, der Rest war RSV4.

Albesiano: «Wir wollten ihn mit etwas testen lassen, das er bereits kennt. Damit er sich auf dem Motorrad wohler fühlt, aber auch um zu checken, ob wir mit dem MotoGP-Bike in die falsche Richtung arbeiten.»

Bautista fuhr in 2:01,310 min 0,6 sec schneller als während des ersten Sepang-Tests am 6. Februar. «Er kommt von einem sehr guten Motorrad und hält das Chassis unseres Bikes für eine Stärke», so Albesiano. «Seine Kommentare und seine Rundenzeiten unterstreichen, dass wir in die richtige Richtung arbeiten.»

Renndirektor Albesiano erläuterte, dass Aprilia seit der Einführung der RSV4 im Jahr 2009 viel gelernt hat und heute von diesen Erkenntnissen profitiert. «Es ist nicht so, dass MotoGP auf einem anderen Level wäre», hielt er fest. «Ein Motorrad ist ein Motorrad. In der MotoGP-Klasse sind die Reifen anders und die Motorleistung ist höher. Die Idee dahinter ist aber dieselbe. Das Wissen, das du brauchst, um ein konkurrenzfähiges Superbike wie jenes von Aprilia zu bauen oder eine MotoGP-Maschine, ist dasselbe.»

Testzeiten mit Bridgestone in Sepang
Mittwoch (25. Februar), 18 Uhr Ortszeit

1. Marc Márquez (E), Honda, 1:59,115 min
2. Jorge Lorenzo (E), Yamaha, 1:59,437
3. Cal Crutchlow (GB), Honda, 1:59,658
4. Andrea Iannone (I), Ducati, 1:59,722
5. Valentino Rossi (I), Yamaha 1:59,833
6. Bradley Smith (GB), Yamaha, 1:59,883
7. Dani Pedrosa (E), Honda, 2:00,048
8. Héctor Barberá (E), Ducati, 2:00,244
9. Aleix Espargaró (Suzuki), 2:00,275
10. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 2:00,468
11. Pol Espargaró (E), Yamaha), 2:00,490
12. Danilo Petrucci (I), Ducati, 2:00,556
13. Yonny Hernandez (COL), Ducati, 2:00,603
14. Maverick Viñales (E), Suzuki, 2:00,604
15. Stefan Bradl (D), Yamaha, 2:00,685
16. Scott Redding (GB), Honda, 2:00,695
17. Nicky Hayden (USA), Honda, 2:00,813
18. Michele Pirro (I), Ducati, 2:00,875
19. Alvaró Bautista (E), Aprilia, 2:01,310
20. Mike di Meglio (F), Ducati, 2:01,487
21. Karel Abraham (CZ), Honda, 2:01,536
22. Jack Miller (AUS), Honda, 2:01,593
23. Eugene Laverty (IRL), Honda, 2:01,815
24. Loris Baz (F), Yamaha, 2:02,587
25. Alex De Angelis (RSM), ART, 2:03,300
26. Katsuyuki Nakasuga (J), Yamaha, 2:03,448
27. Marco Melandri (I), Aprilia, 2:03,569

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