Casey Stoner: Er will GT-Langstreckenrennen fahren

Von Günther Wiesinger
MotoGP

MotoGP-Testfahrten für Honda, Teilnahme am Suzuka-8h-Rennen für Honda – das alles reicht nicht. Casey Stoner will ausserdem in den Automobilsport zurückkehren – bei GT-Rennen.

So ganz ohne Motorsport hält es der 29-jährige Frührentner Casey Stoner also doch nicht aus. Nach der verunglückten V8-Tourenwagensaison 2013 wollte der zweifache MotoGP-Weltmeister ein Jahr gar nichts tun, und er hielt sich 2014 weitgehend an diese Absicht, abgesehen von ein paar Testtagen für HRC in Japan.

Jetzt zeigt der Australier Interesse an einer Erneuerung seiner Automobilsport-Rennkarriere – Casey will 2015 an auserwählten Langstrecken-GT-Rennen teilnehmen.

Stoner setzte seine Karriere in den populären «V8 Supercars» in Australien Ende 2013 nicht fort, er bestritt damals die Dunlop-Series für das Team Triple Eight Race Engineering. Ohne grossen Erfolg.

Den Einstieg in den Tourenwagensport hatte der MotoGP-Weltmeister von 2007 (auf Ducati) und 2011 (auf Honda) kurz nach seinem letzten MotoGP-Rennen in Valencia 2012 überraschend angekündigt. Den MotoGP-Rücktritt hatte Casey Stoner bereits beim Le-Mans-GP im Mai 2012 angekündigt.

2015 hat Stoner Ende Januar bereits für die Honda Racing Corporation in Sepang getestet, dazu will er am 8-h-Langstrecken-WM-Lauf in Suzuka Ende Juli teilnehmen.

Jetzt hat sich Casey Stoner von Jorge Lorenzo inspirieren lassen, der sein G​T-Debüt im ​Dezember 2014 mit dem Australier Liam Talbot ​beim «Gulf 12 Hour Race» in Abu Dhabi absolviert hat.

«Ich würde liebend gerne da und dort einige GT-Langstreckenrennen bestreiten», sagte Stoner gegenüber speedcafe.com. «Aber nicht auf höchster Ebene.»

Casey will auf jeden Fall auch am «Sydney Motorsport Park’s Top Gear Festival» am 18./19. April teilnehmen.

«Ich will einfach irgendetwas machen, das mir Freude bereitet. Ich reise gerne und würde gern ein paar GT-Rennen in Asien fahren. Jetzt habe ich meine einjährige Pause hinter mir. In diesem Jahr will ich wieder mehr machen und schauen, was ich auf die Beine stellen kann. Später in diesem Jahr will ich wieder in einen Rennwagen steigen und schauen, dass ich wieder in Schwung komme. Eine paar kleinere Rennen würden mir in den Kram passen. Das Gulf 12 Hours wäre genau das, was mir gefallen würde. Es würde mir passen, wenn wir einige Langstreckenrennen einbauen und ein Team zusammenstellen könnten. Ich könnte diese Rennen dann vielleicht mit einem anderen MotoGP-Fahrer bestreiten. Aber ich will das nur zu meiner Freude machen, alles andere ist nicht realistisch. Natürlich werde ich mich anstrengen, aber es soll unterhaltsam sein, das steht im Vordergrund.»

Wenn Stoner auf seine «V8 Supercars»-Eskapaden zurückblickt, kommt Frust auf. Er war nie in der Lage, in den kurzen Sprint-Rennen sein Können zu beweisen. «Ich bin 2013 die Dunlop-Series gefahren, aber in Wirklichkeit habe ich mich nach einem Jahr Pause gesehnt», stellte Casey fest. «Ich wollte eigentlich in diesem Jahr nur ein paar V8-Tests machen und prüfen, wie ich zurechtkomme. In den Rennen stand ich dann gleich wieder enorm unter Druck. Es gab nur sieben Events, aber ich musste dauernd irgendwo Promotions-Arbeit verrichten. Das Ganze ist wieder in Arbeit ausgeartet, ich hatte kaum Freizeit. Es war ein richtiger Job.»

Stoner weiter: «Ich bin rasch wieder ausgestiegen, denn ich wollte endlich mein Jahr Urlaub. Und es machte mir nicht genug Freude, denn in so kurzen Rennen kannst du als Neuling nicht viel ausrichten. Dazu kannte ich die Strecken und das Auto nicht. Ich war schnell genug, um in dieser zweiten V8-Division in den Rennen unter die ersten zwei oder drei zu fahren. Ich hätte jedoch längere Renndistanzen benötigt, um mich nach vorne zu drängen. Aber es gab leider nur diese Sprint-Rennen... Es war frustrierend, sonst gar nichts. Wobei: Das Fahren selbst hat mir gefallen; das hat Spass gemacht. Ich habe im V8-Paddock in Australien viele nette Menschen getroffen.»

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