Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Casey Stoner: «Anderer hätte schwarze Flagge gesehen»

Von Sharleena Wirsing
Casey Stoner

Casey Stoner

Ex-Weltmeister Casey Stoner ist davon überzeugt, dass andere Fahrer nach einer ähnlichen Kurzschlussreaktion wie jener von Valentino Rossi in Sepang, aus dem Rennen genommen worden wären.

Bereits am Donnerstag provozierte Valentino Rossi Marc Márquez mit dem Vorwurf, er hätte Jorge Lorenzo auf Phillip Island geholfen, obwohl der Honda-Pilot vor Lorenzo ins Ziel kam. Im Rennen trafen Rossi und Márquez im direkten Duell aufeinander. Der Kampf spitzte sich immer weiter zu, beide attackierten sich mit dem Messer zwischen den Zähnen.

Das führte bei Valentino Rossi zu einer unsportlichen Kurzschlussreaktion. In Runde 7 überholte Márquez Rossi außen. Rossi setzte sich wieder innen daneben und drückte Márquez immer weiter nach außen, wurde langsamer und sah ihn immer wieder an. Rossi nutzte sogar sein Bein, um Márquez letztendlich zu Fall zu bringen.

Dafür wurde Rossi von der Race Direction mit drei Strafpunkten versehen. Da er nun insgesamt vier Strafpunkte hat, muss er in Valencia vom letzten Platz starten. Das verringert seine Titelchancen deutlich, obwohl er noch sieben Punkte Vorsprung auf Jorge Lorenzo hat. Wenn Lorenzo gewinnt, müsste Rossi Zweiter werden.

Nicht nur Jorge Lorenzo hielt diese Strafe für zu mild.

Ex-Weltmeister Casey Stoner ist davon überzeugt, dass ein anderer Fahrer, der nicht Rossis Prestige hat, noch während des Rennens bestraft worden wäre. «Wenn irgendjemand anderes das getan hätte, was Valentino tat, wäre ihm sofort die schwarze Flagge gezeigt worden. Keine Frage», twitterte der Australier nach dem Rennen.

«Hier müsste nun die FIM müsste nun die richtige Entscheidung treffen», fordert Stoner. «Es besteht ein massiver Unterschied zwischen rücksichtsloser Fahrweise und jemanden absichtlich aus dem Rennen befördern.»

Carl Fogerty stimmte zu: «Ich denke, jeder andere Fahrer wäre sicher disqualifiziert worden.»

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