Marc Márquez: «Ändere nichts an meiner Einstellung»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Marc Márquez: «Das waren die schwierigsten Wochen meines Lebens»

Marc Márquez: «Das waren die schwierigsten Wochen meines Lebens»

Marc Márquez musste nach dem Sepang-GP viel einstecken. Doch der Repsol-Honda-Pilot sieht sich weiter im Recht und will weiterhin immer das Maximum herausholen.

Nach dem Grand Prix in Sepang musste Marc Márquez viel ertragen. Anfeindungen im Netz, Morddrohungen und eine Rangelei mit italienischen TV-Journalisten, die in sein Haus eindringen wollten.

«Es waren die schwierigsten Wochen in meinem Leben. Nach dem Malaysia-GP versuchte ich, alles zu vergessen und mich zu konzentrieren. Doch es war nicht möglich, mich auf normale Weise für das letzte Saisonrennen vorzubereiten. Wie alle wissen, war es schwer. Nun bin ich hier mit meiner zweiten Familie – meinem Team. Das hilft mir sehr. Wir wollen die Saison mit einem guten Resultat abschließen. Wie an jedem Wochenende wollen wir um den Sieg kämpfen.»

Bereust du deine Fahrweise gegen Valentino in Sepang? «Meine Meinung ist seit Sepang dieselbe geblieben. Ich werde mich dazu aber nicht mehr äußern, denn wie schon Valentino und Jorge sagten, bat uns Carmelo Ezpeleta darum, nur über Valencia zu sprechen. So hat es Honda auch mit den Daten gehalten. Erst nach dem Rennen werden sie diese zeigen. Wir sind hier, um das Rennen zu genießen.»

Rossi sagte, dass er es bereut, in Sepang absichtlich eine so weite Linie gefahren zu sein, Lorenzo bereut, dass er auf dem Podest den Daumen nach unten hielt, als Rossi geehrt wurde. Was bereut Márquez? «Ich bereue nur, dass ich das Rennen für mein Team nicht bis zum Ende fahren konnte. In jedem Rennen versuche ich, mein Bestes zu geben. Wie jeder andere das auch in seinem Beruf tut. Wenn ich auf die Strecke gehe, gebe ich immer das Beste für meine Sponsoren und mein Team. Das tat ich in Malaysia, in Australien und in Japan. Ich werde es auch an diesem Wochenende tun, um das Rennen an der Spitze oder auf dem Podest zu beenden.»

Hast du aus dieser schweren Zeit etwas für die Zukunft gelernt? «Natürlich war das eine harte Erfahrung für einen Fahrer und vor allem für einen 22-Jährigen. Diese Saison wird mir insgesamt für die Zukunft helfen, denn ich habe viele Dinge gelernt. Ich lerne noch immer, denn ich bin erst 22 Jahre alt. Für die nächste Saison müssen wir uns verbessern. Doch mein Ziel ist es immer, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Das ist in diesem Jahr nicht möglich, aber ich will es in der nächsten Saison wieder versuchen.»

Mittlerweile steht fest, dass Rossi am Sonntag vom letzten Startplatz aus in das Rennen gehen muss, da er Márquez in Sepang durch «unverantwortliche Fahrweise» zu Sturz gebracht hatte.

Lorenzo hatte versucht, als Drittbeteiligter zum Berufungsverfahren von Valentino Rossi vom Internationalen Sportgericht (CAS) zugelassen zu werden. Hatte Márquez ähnliche Schritte in Erwägung gezogen? «Nein, wir befinden genau auf der anderen Seite. Honda sagte bei der Pressekonferenz nichts über die Daten meiner Maschine, da sie keinen Einfluss auf die Entscheidung des CAS nehmen wollten. Am Ende war die Entscheidung zum selben Zeitpunkt schon gefallen. Was meiner Meinung nach im Rennen passiert war, habe ich schon in Malaysia gesagt. Ich respektierte die Entscheidung der Race Direction, der FIM und des CAS.»

Was passiert, wenn Márquez im Rennen am Sonntag auf Rossi oder Lorenzo trifft? «Wie ich schon am Samstag in Malaysia gesagt hatte: Wenn ich gegen meinen Teamkollegen kämpfen muss, dann kämpfe ich gegen meinen Teamkollegen. Wenn ich gegen Jorge kämpfen muss, dann kämpfe ich gegen Jorge. Wenn ich gegen Valentino kämpfen muss, kämpfe ich gegen Valentino. Wir werden sehen, ob ich um den ersten, zweiten oder vierten Platz kämpfen werde. Am Ende will ich das bestmögliche Rennen für mich und mein Team fahren.»

Was denkst du über die Anfeindungen gegen dich, Jorge und Valentino in sozialen Netzwerken? «Natürlich versuchte ich, mich zuhause auf Valencia normal vorzubereiten, aber offensichtlich haben mich manche Kommentare verletzt. Gegen ein paar habe ich auch etwas unternommen. Jeder darf seine eigene Meinung haben, aber am Ende versuche ich nur, der Beste in meinem Job zu sein. Meine Einstellung und Herangehensweise an den Rennsport bleibt dieselbe. Es wird sich nichts ändern.»

Hast du nach dem Sepang-GP mit Rossi oder Lorenzo gesprochen. «Nein, nein. Das habe ich nicht. Ich hoffe, dass ich früher oder später mit Jorge und auch mit Valentino sprechen kann.»

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