Shuhei Nakamoto: Keine Sorgen wegen Michelin

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Bei den ersten Tests für die Saison 2016 gab es erneut Beschwerden über die Michelin-Vorderreifen. Marc Márquez stürzte wie viele andere. HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto ist jedoch nicht besorgt.

Für die Stammfahrer der MotoGP-WM gilt im Dezember und Januar Testverbot, doch mit ihren jeweiligen Testfahrern werden Honda, Ducati und Aprilia nun noch einmal die Michelin-Reifen testen. Yamaha verzichtet auf diese Möglichkeit, Honda wird sogar mit zwei Testfahrern am 21. Dezember in Jerez anreisen.

Wird Honda mit den Michelin-Reifen bald dasselbe aus der Maschine herausholen können wie mit den Bridgestone-Reifen? «Naja, die Reifen sind sehr unterschiedlich, und wir hatten noch nicht so viel Zeit auf der Strecke», erklärte HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto. «Die Rundenzeiten waren bisher aber sehr ähnlich. Ich denke, die Michelin-Reifen haben bereits ein ähnliches Potenzial wie jene von Bridgestone, aber es gab viele Stürze. Das bedeutet, dass die Fahrer erst noch verstehen müssen, wie man diese Reifen einsetzen muss.»

Michelin-Technical Director Nicolas Goubert erklärte beim Valencia-Test, dass der Wechsel des Reifenlieferanten sich ähnlich auswirkt wie ein Wechsel des Motorrad-Herstellers. Werden an der Honda RC213V mit den vorliegenden Daten Veränderungen vorgenommen, um sie an die Reifen anzupassen? «Im Moment müssen sich nicht nur die Fahrer, sondern auch die Ingenieure klar werden, wie dieser Reifen zu nutzen ist. Natürlich müssen die Suspension und das Chassis auf die Reifen angepasst werden. Das werden wir tun, aber das braucht noch mehr Zeit.»

Das Repsol Honda Team beendete den ersten Teil der Vorbereitungen auf 2016 mit den Stammfahrern in dem Wissen, dass noch viel Arbeit an der RC213V für 2016 zu tun ist. Das betrifft vor allem die neue Einheitselektronik von Magneti Marelli. Marc Márquez stürzte in Jerez einmal per Highsider, der vermutlich durch die Elektronikprobleme ausgelöst wurde und einmal über das Vorderrad.

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