Casey Stoner: «Ich habe keine Renneinsätze geplant»

Von Günther Wiesinger
Casey Stoner in der Boxengasse in Katar

Casey Stoner in der Boxengasse in Katar

Ducati-Testfahrer Casey Stoner kam am Montag in Katar kaum zum Fahren, die Piste war fast pausenlos nass. Morgen will er die 2016-Ducati ausgiebig probieren. Als Petrucci-Ersatz ist er sich zu schade.

Für Casey Stoner begann am Montag nach dem Katar-GP das Testprogramm auf dem Losail International Circuit. Doch die schlechten Wetterbedingungen vereitelten sinnvolle Testfahrten.
Stoner sollte heute den Test mit der Ducati GP15 beginnen und dann erstmals die 2016-Desmosedici probefahren.

Ganz leise herrrschte bei Ducati die Hoffnung, er werde sich danach entscheiden, die drei Grand Prix in Las Termas (3. April), Austin (10. April) und Jerez (24. April) anstelle des verletzten Danilo Petrucci bei Pramac-Ducati zu bestreiten.

Aber das wird wohl nicht geschehen. Ducati übt keinen Druck aus, denn mit der GP15 des Pramac-Teams ist ein Stoner-Einsatz nicht sehr sinnvoll und prickelnd, denn der 30-jährige Australier will ja den HRC-Leuten beweisen, dass sie ihn zu Unrecht aufs Abstellgeleise befördert haben.

Und die Ducati-Verantwortlichen Gigi Dall'Igna und Paolo Ciabatti wollen das Ducati-Corse-Werksteam mit Iannone und Dovizioso nicht destabilisieren. Dieses Duo muss in der MotoGP-WM 2016 die Kastanien aus dem Feuer holen.

Stoner trägt 2016 in erster Linie die Rolle des Testfahrers und Markenbotschafters.

«Viel kann ich über den ersten Testtag nicht erzählen. Wir hatten den ganzen Nachmittag und den ganzen Abend Mühe mit dem Wetter, es hat immer wieder geregnet und getröpfelt. Das hat unser ganzes Programm durcheinander gebracht. Du kannst nicht pushen bei solchen Verhältnissen, du kannst am Motorrad nicht arbeiten. Sobald ich von der Box raus fuhr, begann es wieder zu regnen. Ich habe maximal zwei oder drei Runden auf komplett trockener Fahrbahn abspulen können. Ein bisschen was haben wir spüren können, ein paar Sachen haben sich bestätigt, die mir beim Sepang-Test aufgefallen sind. Den Rundenzeiten konnte ich wenig Beachtung schenken, es ging eher um das generelle Gefühl mit dem Motorrad. Wir hätten mehr Zeit im Trockenen gebraucht, aber das war am Montag nicht möglich.»

Trotzdem fuhr Stoner am Montag zum ersten Mal mit der 2016-Ducati über eine Rennstrecke.

Wie sieht jetzt der Testplan für Dienstag aus?

«Es war der Plan für den ersten Nachmittag, Vergleiche zwischen der GP15 und der 2016-Maschine zu ziehen», schilderte Stoner. «Das wollen wir morgen erledigen, wir wollen die Unterschiede zwischen den beiden Bikes herausfinden und analysieren. Was ich am Montag mit der 2016-Desmosedici gemacht habe, war nur eine Installationsfahrt. Wir wollten sicherstellen, dass alles funktioniert und nach Plan läuft. Jetzt hoffe ich, dass wir am Dienstag ein paar Runden damit zusammenbringen. Zuerst müssen wir eine trockene Piste haben... Dann können wir die 'track time' ausnützen.»

Ducati hat die Piste jeweils von ca. 14 Uhr bis 22 Uhr zur Verfügung, Stoner kann also bei Tageslicht und bei Flutlicht fahren.

«Ich glaube, es ist fast besser für uns, wenn ich bei Tageslicht fahren kann. Es sei denn, wir haben einen zu geringen Griplevel nach dem Regen. Wenn wir am Tag fahren, haben wir ähnliche Bedingungen wie bei anderen Rennen im Laufe der Saison. Katar ist ein fantastisches Rennen bei Flutlicht. Und natürlich werden wir meine Daten gerne mit denen vom Wochenende vergleichen. Aber es bringt uns mehr, wenn wir bei höheren Temperaturen am Nachmittag bei Tageslicht fahren. Aber alle Daten, die wir am Dienstag sammeln können, werden nützlich sein.»

Was sagt Stoner zu den Gerüchten, er werde Petrucci ersetzen?

«Da steckt keine Wahrheit dahinter. Mein wichtigstes Ziel ist es, weitere Tests zu absolvieren. Ich bemühe mich, das Motorrad für die Werksfahrer zu verbessern. Wir hoffen, dass wir sie weiter nach vorne bringen, damit sie noch konkurrenzfähiger werden als sie in Katar im ersten Rennen waren. Das ist die Priorität. Bisher sind keine Wildcard-Einsätze und keine Rennen als Ersatzfahrer geplant. Klar, die Situation ist ähnlich wie vor einem Jahr, als bei Honda Dani verletzt war für diese drei Rennen. Aber an meiner Einstellung hat sich nichts geändert. Ich habe keine Rennen geplant.»

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Happy Birthday, Marc Márquez!

Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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